Air Berlin - „SZ“: Lufthansa könnte bis zu 80 weitere Jets nehmen

Wien/Berlin/Schwechat (APA) - Die deutsche AUA-Mutter Lufthansa will nach der Insolvenz der Air Berlin so viele der Air-Berlin-Jets übernehm...

Wien/Berlin/Schwechat (APA) - Die deutsche AUA-Mutter Lufthansa will nach der Insolvenz der Air Berlin so viele der Air-Berlin-Jets übernehmen wie möglich, nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ (Onlineausgabe) ist von bis zu 80 Flugzeugen die Rede. Die Lufthansa wolle damit ihre Billigsparte Eurowings vergrößern. An tatsächlichen Unternehmensteilen von Air Berlin habe sie hingegen kein Interesse.

Nach ihrem Insolvenzantrag steht Deutschlands ehemals zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin vor der Zerschlagung.

Die insolvente Fluggesellschaft betreibt derzeit eine Flotte von rund 140 Flugzeugen. 38 davon, mitsamt der dazugehörigen Besatzungen, fliegen bereits seit Februar für die Lufthansa (fünf davon bei der Lufthansa-Tochter AUA).

Als ausgemacht gelte, dass diese geleasten Jets in irgendeiner Form von der Lufthansa übernommen werden. Es bleibe also eine Flotte von etwa 100 Maschinen bei Air Berlin und ihrer österreichischen Tochter Niki, die neu verteilt werden sollen.

Um wie viele Maschinen es geht, hängt nicht nur von diesen Verhandlungen mit den Leasinggesellschaften ab, denen die Flugzeuge gehören, sondern auch von den Wettbewerbshütern. Laut „SZ“ hält die Lufthansa bis zu 80 zusätzliche Jets für genehmigungsfähig.

Für die ebenfalls interessierte Easyjet würden dann noch etwa 20 bleiben. Denkbar wäre, dass es am Ende aber mehr für Easyjet werden. Dem Bericht zufolge ist auch nicht ausgeschlossen, dass nicht alle Maschinen dauerhaft unterkommen werden.

Angeblich hat es die Lufthansa besonders auf die Standorte Düsseldorf und Berlin abgesehen. In Düsseldorf betreibt Air Berlin ein Langstreckennetz nach Nordamerika und in die Karibik. Diese Flüge könnten künftig unter der Marke Eurowings fortgeführt werden, heißt es in der „SZ“. Damit hätte der Lufthansa-Konzern neben Frankfurt, München, Wien, Zürich und Brüssel einen weiteren Standort für Langstreckenflüge.

Mit übernommene Air-Berlin-Mitarbeiter können zwar damit rechnen, dass sie auch in Zukunft einen Arbeitsplatz haben, müssen sich aber auf erhebliche Gehaltseinbußen einstellen. Sowohl die Lufthansa-Tochter Eurowings als auch Easyjet zahlen teilweise deutlich weniger als Air Berlin.

Unklar sei zur Zeit, wie mit den Mitarbeitern von Niki bei einer Übernahme verfahren werde, schreibt das Blatt. Denn derzeit sei sogar umstritten, wem Niki eigentlich gehört: Air Berlin oder ihrem bisherigen Hauptaktionär Etihad.

~ ISIN GB00B128C026 WEB http://www.airberlin.com

http://www.flyniki.com ~ APA279 2017-08-16/13:36


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