Air Berlin - Chef will „Großteil“ der Jobs sichern

Berlin/Schwechat (APA/Reuters/dpa) - Air-Berlin-Vorstandschef Thomas Winkelmann macht den Mitarbeitern des insolventen Unternehmens Hoffnung...

Berlin/Schwechat (APA/Reuters/dpa) - Air-Berlin-Vorstandschef Thomas Winkelmann macht den Mitarbeitern des insolventen Unternehmens Hoffnung auf den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. „Ich glaube, trotz Insolvenz mein Ziel zu erreichen und einen Großteil der Jobs zu sichern. Das kriegen wir hin“, sagte er der Wochenzeitung „Die Zeit“ (Vorabbericht am Mittwoch). Der Schritt sei unvermeidlich gewesen.

„Eine Insolvenz ist immer eine schlechte Nachricht, das ist kein zynisches Spielchen, das wir hier treiben“, fügte er hinzu. „Die Zukunftsfrage von Air Berlin wird nun zügig gelöst. Wer Teile haben will, muss jetzt bieten.“ Die Gespräche mit möglichen Partnern seien „sehr weit gediehen“.

Air Berlin verhandelt mit der Lufthansa und Insidern zufolge auch mit Easyjet über eine Übernahme von Unternehmensteilen. Dabei geht es vor allem um die Start- und Landerechte (Slots) an Flughäfen wie Berlin und Düsseldorf.

Auch der Reisekonzern Thomas Cook interessiert sich für Teile der insolventen Fluggesellschaft. Thomas Cook und die Ferienflug-Tochter Condor stünden für eine „aktive Beteiligung an der Zukunft von Air Berlin bereit“, sagte ein Thomas-Cook-Sprecher am Mittwoch. Air Berlin und die Tochter Niki befördern bereits einen Teil der Gäste von Thomas Cook in den Urlaub. „Thomas Cook und Condor sind bereit, eine aktive Rolle bei möglichen Auffanglösungen zu spielen.“

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Die deutsche Bundesregierung hat unterdessen die Kritik von Ryanair an der Hilfe für die insolvente Fluglinie Air Berlin zurückgewiesen. „Die Vorwürfe von Ryanair, es handle sich um einen inszenierten Insolvenzantrag, sind abwegig“, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums am Mittwoch.

Für die gesamte Regierung sei die Erklärung des Air-Berlin-Hauptaktionärs Etihad am Freitagabend überraschend gewesen, dass die gemachten Zusagen nicht mehr fortgeführt würden. Die Bundesregierung sei erst von Air Berlin über die Entwicklung informiert worden und habe deshalb sehr schnell eine Entscheidung treffen müssen. „Wir gehen davon aus, dass sie beihilferechtlich konform ist“, sagte die Sprecherin mit Blick auf den gewährten Übergangskredit von 150 Millionen Euro.

Für die kommende Woche seien Gespräche mit der EU-Kommission in Brüssel geplant. Wenn der deutsche Bund nicht eingesprungen wäre, hätte Air Berlin direkt nach dem Insolvenzantrag keine Flüge mehr durchführen können. Damit hätten Zehntausende Urlauber keinen Rückflug mehr gehabt.

~ ISIN GB00B128C026 WEB http://www.airberlin.com

http://www.flyniki.com ~ APA302 2017-08-16/13:56


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