Zürcher Börse schließt befestigt, SMI legt 0,28% zu

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Mittwoch mit Gewinnen beendet. Bereits in der Eröffnung hatte der SMI a...

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Mittwoch mit Gewinnen beendet. Bereits in der Eröffnung hatte der SMI als wichtigster Schweizer Aktienindex zugelegt, danach bewegte er sich mehr oder weniger seitwärts auf dem erhöhten Niveau, allerdings mit etwas abnehmender Tendenz gegen Handelsschluss. Händler sprachen von einer gewissen Entspannung in Bezug auf den Konflikt zwischen Nordkorea und den USA, was die Märkte beruhigt habe. Am Berichtstag seien jedenfalls wieder vermehrt Unternehmenszahlen und Makro-Daten im Fokus gestanden.

Der Swiss Market Index (SMI) beendete den Tag um 0,28 Prozent höher bei 9‘037,92 Punkten und nahe dem Tagestief, dies bei einem Tageshoch von 9.070 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die größten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gewann 0,33 Prozent auf 1.441,18 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,30 Prozent auf 10.285,86 Stellen. Von den 30 SMI/SLI-Titel schlossen im 23 Plus, fünf im Minus und zwei (Partners Group, Swiss Re) unverändert.

In Bezug auf Unternehmensnews war bei den Blue Chips nicht allzu viel los. Klar im Fokus standen Swiss Life (-0,1 Prozent), die nach Veröffentlichung von Halbjahreszahlen eine kleine Berg- und Talfahrt absolvierten mit einem leichten Minus zum Schluss. Der größte Schweizer Lebensversicherer legte solide Gewinnzahlen vor und übertraf damit die Marktschätzungen leicht. Diverse Analysten attestierten dem Unternehmen denn auch „starke“ Zahlen; die vor allem zu Handelsbeginn deutlichen Verluste wurden vor allem auf Gewinnmitnahmen zurückgeführt.

Die Spitzenreiter unter den Blue Chips war am Berichtstag Dufry (+2,1 Prozent). Der Reisedetailhändler will seine Präsenz auf Kreuzfahrtschiffen weiter ausbauen und hat zu diesem Zweck in Miami ein neues Kompetenzzentrum eingerichtet. Stark präsentierte sich mit Aryzta (+2,0 Prozent) auch ein Titel mit viel Aufholpotenzial. Der Backwaren-Hersteller hat bekanntlich nach diversen Gewinnwarnungen und einem Managementwechsel im Großen Stil das Vertrauen der Anleger verloren. Die Aryzta-Aktien gehören denn auch zu den wenigen (großen) Verlierern im bisherigen Jahresverlauf.

Gesucht waren daneben vor allem einige mehr oder weniger konjunktursensitive Titel wie Lonza (+1,3 Prozent), ABB (+1,2 Prozent), Kühne+Nagel (+1,0 Prozent), LafargeHolcim (+1,0 Prozent) oder Adecco (+0,8 Prozent). Dazu gehörte auch der Chemiekonzern Clariant (+0,7 Prozent). Dieser sieht sich beim geplanten Zusammenschluss mit dem US-Mitbewerber Huntsman auf Kurs. Ein zweites Auskunftsersuchen der US-Kartellbehörde Federal Trade Commission (FTC) betreffe lediglich zwei Produkte, hatte Clariant mitgeteilt.

Bei den großkapitalisierten Werten schnitten Novartis (+0,4 Prozent) besser ab als Nestlé (+0,2 Prozent) und Roche (+0,04 Prozent). Die Bankenpapiere schlossen unterschiedlich, wobei Julius Bär (+0,8 Prozent) und CS (+0,2 Prozent) etwas zulegten, während UBS (-0,1 Prozent) am Tagesende knapp ins Minus fielen. Nachrichten gab es am Morgen zur CS. So hat der Golfstaat Katar seine Beteiligung auf knapp 16 Prozent von knapp 18 Prozent reduziert. Seit dem Einstieg des Staats 2008 handelt es sich um die erste Veräußerungsmeldung.

Den schwächsten Lauf bei den Blue Chips hatten Vifor Pharma (-1,2 Prozent). Mit Swisscom (-0,4 Prozent) und Geberit (-0,2 Prozent) gehörten ausserdem die Aktien der zwei Firmen zu den Verlierern, die am Donnerstag ihre Zahlen präsentieren werden.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA458 2017-08-16/18:14


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