Ukraine prüft Weitergabe von Raketentechnik an Nordkorea

Poroschenko gab einer Kommission unter Aufsicht des Sicherheitsrates drei Tage Zeit für Ergebnisse.

Ukraines amtierender Präsident Petro Poroschenko.
© imago stock&people

Kiew, Pjöngjang – Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko lässt Informationen über eine mögliche Weitergabe von Raketentechnik an Nordkorea überprüfen. „Ich bin überzeugt, dass dies erlaubt, die wahre Quelle und die Absicht dieser haltlosen Fälschung zu lokalisieren“, teilte der 51-Jährige am Mittwoch in Kiew mit.

Poroschenko gab einer Kommission unter Aufsicht des Sicherheitsrates drei Tage Zeit für Ergebnisse. „Die Ukraine schätzt ihren geschäftlichen Ruf als zuverlässiger Partner im Bereich der Sicherheit und der Nichtverbreitung von Raketentechnologie“, sagte er.

Am Montag hatte ein Bericht der New York Times über mögliche Lieferungen von Triebwerken aus der Ukraine an Nordkorea für Wirbel gesorgt. Experten zufolge wären Fortschritte der Nordkoreaner beim Raketenbau so erklärbar. Sowohl Regierungsvertreter als auch der betroffene Staatskonzern „Juschmasch“ dementierten Vorwürfe. Nach einem Spionageversuch bei einer Konferenz wurden 2012 bereits zwei Nordkoreaner in der Ukraine zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.

Pjöngjang hatte Ende Juli Interkontinentalrakete getestet, die nach den Worten von Staatschef Kim Jong-un theoretisch das US-Festland hätte treffen können. Daraufhin verschärfte der Weltsicherheitsrat die Nordkorea-Sanktionen. (APA/dpa)

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Kommentieren


Schlagworte