HaydnLandTage 2 - Jahreszeiten als „Soundtrack des Nordburgenlandes“

Eisenstadt (APA) - Dass man zum Beispiel „Die Schöpfung“ in Wien aufführe - „dort, wo sie Haydn auch selbst erlebt hat zu seinem 76. Geburts...

Eisenstadt (APA) - Dass man zum Beispiel „Die Schöpfung“ in Wien aufführe - „dort, wo sie Haydn auch selbst erlebt hat zu seinem 76. Geburtstag - sei „klar“ gewesen, sagte Intendant Walter Reicher im Gespräch mit der APA. Eine Messe passe selbstverständlich in die Basilika Frauenkirchen, die sich auch hervorragend für den „Soundtrack des Nordburgenlandes“ eigne, wie er „Die Jahreszeiten“ bezeichnete.

„Man muss wirklich in der Gegend sein hier im Nordburgenland und muss das erleben. Und wenn man dann das Oratorium von Haydn hört und genau verfolgt - dann weiß man: Das konnte nur hier entstehen“.

Das Festival ist angelegt als eine musikalische Reise durch das HaydnLand, jene Region, in der der Komponist den Großteil seines Lebens und damit seines künstlerischen Wirkens verbracht hat. Mit der Vielzahl von Schauplätzen sei auch ein kulturpolitisches Unterfangen verknüpft: „Wir gehen direkt zu den Menschen hin“, erläuterte Reicher.

Egal, wo man in der Region wohne: Die Aufführungsorte seien nirgends weiter als 50 bis 60 Kilometer entfernt. Von Eisenstadt und Wien aus wird ein Shuttle zu jeder Konzertveranstaltung angeboten.

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Rund 90 Prozent der Tickets hätten bereits im Vorverkauf Abnehmer gefunden. Kleinere Schauplätze seien bereits voll, berichtet der Intendant. Wie in den vergangenen Jahren lohne es sich aber, sich nach Restkarten zu erkundigen.

Mit Zusatzangeboten habe man stark gepunktet. „Der Renner“ sei dabei der „Magical Haydn Train“. Organisatorisch versuche man, eine „Punktlandung“ hinzukriegen und habe die elf Veranstaltungstage beibehalten. Auch die Dichte der Konzerte sei ziemlich gleich geblieben.

An die Kapazitäten der Aufführungsorte angepasst, gebe es diesmal ein oder zwei Orchesterkonzerte weniger, dafür aber mehr Kammerkonzerte, so Reicher. Durch die geringere Sitzplatzanzahl würden sich aber auch die Einnahmen reduzieren.

Er würde sich wünschen, dass das HaydnLand auch das Konzept für die Zukunft des Festivals wird, meinte Reicher. Kommendes Jahr wolle man den laufenden Zyklus fortführen mit „Haydn und London“. 2018 sollen die HaydnLandTage voraussichtlich von 23. August bis 2. September stattfinden.

Was die Besucher dieses Mal erwartet? „Es ist der Zusammenklang von einer überschaubaren, wunderschönen Region, der landschaftlich auch schön ist“. Dazu komme „die historische Tatsache, dass Haydn hier war und wir so viele Schauplätze von ihm haben. Und das Ganze erfüllen wir mit bester Musik.“ Man habe wieder die besten Künstler eingeladen, stellt Reicher fest: „Wenn man dabei ist, sieht man auch, warum Haydn hier glücklich war.“

Zu den diesjährigen Interpreten zählen neben Dirigent Adam Fischer etwa das Orchestre National d‘Ile de France, der Wiener Kammerchor, Cello-Virtuose Mischa Maisky, Tenor Piotr Beczala und die Organistin Iveta Apkalna.

(S E R V I C E - HaydnLandTage 2017, vom 24. August bis 3. September mit Konzerten an 15 Veranstaltungsorten in Wien, Niederösterreich, dem Burgenland und Ungarn. Informationen im Internet http://www.haydnfestival.at )


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