Europas Leitbörsen zur Eröffnung leicht im Minus erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx 50 wird am Donnerstag leicht im Minus erwartet. Ebenfalls tiefer dürfte...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx 50 wird am Donnerstag leicht im Minus erwartet. Ebenfalls tiefer dürfte der deutsche Leitindex DAX nach seiner dreitätigen Gewinnserie in den Handel starten.

Kein Rückenwind kam von den US-Börsen. An der Wall Street sorgte das veröffentlichte Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed am Abend nämlich nicht gerade für gute Stimmung. Es habe nun deutlich gemacht, „dass die aktuelle Inflationsschwäche zunehmend als Problem gesehen wird“, schrieb Christiane von Berg von der BayernLB. Der künftige Zinspfad bleibe daraufhin unklar, fügte sie hinzu. Eine niedrige Teuerung schränkt den Spielraum der US-Währungshüter für weitere Zinserhöhungen ein.

Im Tagesverlauf stehen mit dem Philly-Fed-Index sowie Meldungen aus der US-Industrie wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA auf der Agenda, die dem Markt neue Impulse verleihen könnten. In Europa dürften Anleger zuvor noch auf das Sitzungsprotokoll der EZB und die aktuelle Entwicklung der Verbraucherpreise schauen.

Auf Unternehmensseite standen mit Wirecard, Sixt und Ado Properties noch einige Nebenwerte mit Zahlen auf der Agenda. Vom TecDAX-Mitglied Wirecard waren Eckdaten und eine Prognoseerhöhung schon bekannt. Neu war der Nettogewinn des Zahlungsdienstleisters, der mit 56 Millionen Euro etwas über den Erwartungen lag. Die Papiere kletterten daraufhin auf der Handelsplattform Tradegate um 1,5 Prozent.

Sixt-Aktien wurden dort vorbörslich etwas höher gehandelt. Der Autovermieter hatte im ersten Halbjahr ein starkes, über den eigenen Erwartungen liegendes Ertragswachstum verzeichnet. Das auf den Berliner Markt fokussierte Immobilienunternehmen ADO hat sein solides Wachstum im ersten Halbjahr 2017 nach eigenen Angaben weiter fortgesetzt. Ein Händler sah hier beim operativen Gewinn (FFO) eine leicht positive Überraschung. Die Papiere legten auf Tradegate um 1,8 Prozent zu.

Ansonsten bleiben die Blicke auf Stada gerichtet. Auch im zweiten Anlauf droht den Finanzinvestoren Bain und Cinven bei ihrer geplanten Übernahme eine Schlappe. Bis Dienstag 18 Uhr waren nur knapp 46 Prozent der Anteile angedient worden, sodass die erforderliche Schwelle von 63 Prozent zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Reichweite war. Die Annahmefrist ist mittlerweile ausgelaufen.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA055 2017-08-17/08:33


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