Europas Leitbörsen etwas leichter im Frühhandel

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Donnerstagvormittag mit etwas leichterer Tendenz gezeigt. Der Euro-Stoxx-50...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Donnerstagvormittag mit etwas leichterer Tendenz gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.00 Uhr mit minus 0,20 Prozent bei 3.477,59 Einheiten. Der DAX in Frankfurt fiel marginale 0,01 Prozent auf 12.262,21 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,06 Prozent auf 7.428,75 Punkte.

An Konjunkturdaten werden am Vormittag im Euroraum lediglich endgültige Inflationszahlen für den Juli erwartet. Am Nachmittag dürften US-Daten im Mittelpunkt des Interesses stehen.

Laut Experten der Helaba blicken Akteure dabei besonders aus die Industrieproduktionszahlen für den Juli. Sie dürfte den fünften Monat in Folge gestiegen sein. Mit dem Philadelphia-Fed-Index steht außerdem eine Industrieumfrage auf der Agenda. Zuletzt dürften Börsianer in den Vereinigten Staaten auch auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und den Index der Frühindikatoren im Juli blicken.

Nach wie vor im Rampenlicht dürfte außerdem das gestrige Sitzungsprotokoll der US-Notenbank gelegen haben: Es zeigte, dass es unter den Zentralbankern der Fed eine große Debatte über die ungewöhnlich schwache Inflation gibt. Laut Christiane von Berg von der BayernLB hat es deutlich gemacht, „dass die aktuelle Inflationsschwäche zunehmend als Problem gesehen wird.“ Der künftige Zinspfad bleibe daraufhin unklar, fügte sie hinzu. Die verhaltene Teuerung gilt als Hauptgrund für einen sehr moderaten Zinsanhebungskurs der Fed.

Im Fokus standen zuletzt aber auch US-Präsident Donald Trump und sein zunehmend angespanntes Verhältnis zu Wirtschaftsvertretern. „Immer mehr Anleger zweifeln nun daran, dass der US-Präsident seine Reformpolitik durchsetzen kann“, schrieb ein Experte.

Unter den Einzelwerten rückten die Wertpapiere des britischen Baumarktunternehmens Kingfisher ins Zentrum. Die jüngsten Zweitquartalszahlen dürften den Investoren weniger gefallen haben. Die Aktien des Einzelhändlers fielen um 3,74 Prozent.

Ebenfalls im Minus mit 7,55 Prozent präsentierten sich die Wertpapiere des dänischen Turbinenherstellers Vestas. Schwächer als erwartete operative Gewinnzahlen für das zweite Quartal dürften auf den Kurs des Papiers gedrückt haben.

Dagegen konnten die dänischen Aktien des Kommunikationstechnik-Konzerns Gn Store Nord mit einem Kursplus von 7,42 Prozent nach oben klettern. Das Unternehmen hatte zuvor bekanntgegeben Hörgeräte in den USA produzieren zu wollen.

Zuletzt rückten in Kopenhagen die Titel von Novo Nordisk in den Mittelpunkt. Der Pharmakonzern arbeitet laut eigenen Angaben an einer neuen Methode, Diabetes Typ 2 zu bekämpfen und präsentierte in einer neuen Studie positive Ergebnisse. Die Aktien des Konzerns gewannen 1,89 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA123 2017-08-17/10:18


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