Fußball: Real gewann spanischen Supercup - 7. Trophäe in Ära Zidane

Madrid (APA/AFP/sda) - Real Madrid hat in der Nacht auf Donnerstag mit einem 2:0-Heimsieg und dem Gesamtscore von 5:1 gegen den Erzrivalen F...

Madrid (APA/AFP/sda) - Real Madrid hat in der Nacht auf Donnerstag mit einem 2:0-Heimsieg und dem Gesamtscore von 5:1 gegen den Erzrivalen FC Barcelona den spanischen Fußball-Supercup geholt. Es war dies bereits der siebente Titel in der Ära von Erfolgstrainer Zinedine Zidane, der die Madrilenen seit Jänner 2016 betreut.

„Ich bin glücklich, ich liebe, was ich tue. Sieben Titel mit diesen Spielern zu gewinnen, das ist fabelhaft“, betonte der Franzose, unter dem Real zuvor schon je zweimal Champions-League- und UEFA-Super-Cup-Sieger (2016, 2017), FIFA-Club-Weltmeister (2016) und spanischer Meister (2017) geworden war. Der 45-Jährige steht deshalb vor einer vorzeitigen Vertragsverlängerung bei den „Königlichen“.

„Wir haben zwei große Titel gegen zwei große Gegner gewonnen“, erinnerte Zidane nochmals an das 2:1 gegen Europa-League-Sieger Manchester United, mit dem in der Vorwoche der UEFA-Super-Cup erfolgreich verteidigt worden war. „Es ist gut, die Saison so zu beginnen, aber wir wissen, dass wir einen langen Weg vor uns haben. Nun beginnt auch die Meisterschaft, damit wird es jetzt noch schwieriger für uns“, merkte der ehemalige Welt- und Europameister mit Blick auf die Doppelbelastung an.

Im Supercup-Rückspiel brillierte Real vor allem vor der Pause, nachdem man das Hinspiel in Barcelona am Sonntag bereits mit 3:1 gewonnen hatte. Auch ohne den gesperrten Weltfußballer Cristiano Ronaldo, der das Match von der Tribüne aus verfolgte, ließen die Gastgeber den Katalanen nicht den Hauch einer Chance. Bereits nach 223 Sekunden und Marco Asensios wunderbarem Weitschusstor aus rund 30 Metern bestand am Triumph von Real kein Zweifel mehr.

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„Die ersten 20 Minuten von uns waren spektakulär“, lautete der treffende Kommentar von Zidane, der vor allem die „Intensität des Pressings“ und „unseren Ballbesitz“ in der ersten Hälfte hervorhob. Teilweise nahmen die Ballzirkulationen der Zidane-Elf vor der Pause demütigende Züge für den Gegner an. Ein Beispiel dafür war das 2:0. Nach 39 Minuten hob Karim Benzema den Ball vorbei an Barcelona-Verteidiger Samuel Umtiti, drehte sich und vollendete volley zum Endstand.

Derweil trat Barcelonas Superstar Lionel Messi bis auf einen Lattenschuss in der 52. Minute so gut wie nie in Erscheinung. „Die erste Hälfte war sehr gut, aber in der zweiten hat es uns der Gegner auch in Schwierigkeiten gebracht“, mahnte Zidane trotzdem zur Vorsicht, denn in der Liga werde man ein anderes „Barca“ sehen. „Das wird eine harte Saison, gegen einen harten Gegner.“

Barcelonas neuer Trainer Ernesto Valverde sprach von einer verdienten Niederlage, von der man sich nun schnellstens erholen und aus der man auch Lehren ziehen müsse. Der 53-Jährige verwies aber auch noch einmal auf den Rekordtransfer von Neymar, der die Katalanen vor zwei Wochen um 222 Millionen Euro und unter viel Getöse in Richtung Paris Saint-Germain verlassen hatte: „Es sind in der Vorbereitung Dinge geschehen, die das Gleichgewicht der Mannschaft gestört haben. Wir müssen jetzt wieder unsere Balance finden.“

Real holte mit dem zweiten Sieg im bereits dritten „Clasico“ der noch jungen Saison - die beiden Teams hatten in der Saisonvorbereitung ein Testspiel in Miami bestritten, das Barcelona 3:2 gewann - zum zehnten Mal in der Vereinsgeschichte und erstmals seit 2012 wieder den nationalen Supercup.


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