Der Faktor Swette bereichert das Haie-Spiel

Mit dem Test gegen den Schweizer Zweitligisten HC La Chaux-de-Fonds laden die Haie heute (19.15 Uhr) zum alljährlichen Saison-Opening.

Matchen sich im Haie-Kasten in der Vorbereitung um die Nummer eins ? Rene Swette (l.) und Patrik Nechvatal.
© Gruber

Von Alex Gruber

Innsbruck –„Und hier sind die Haie ...“ – der Slogan in der Tiroler Wasserkraft-Arena ist bekannt. Inklusive Rahmenprogramm (ab 16 Uhr) und Autogrammstunde mit den Cracks nach dem Spiel präsentieren die Innsbrucker Haie heute wieder des Kaisers neue Kleider, sprich das neue Team für die Erste Bank Eishockeyliga. Nur Spielmacher Andrew Clark – er musste aus familiären Gründen zurück in die Heimat – wird fehlen.

Neu sind zwei Verteidiger (Sacha Guimond und Jeremie Blaine) sowie drei Angreifer (Mitch Wahl, Andrew Yogan und Jesse Mychan). Neu ist auch das Torhütergespann Rene Swette (AUT/29) und Patrik Nechvatal (CZE/25), das sich in der Vorbereitung einen Kampf um die Nummer eins liefert. „Sie verdienen es beide“, weist Goalie-Trainer Pierre Beaulieu nach zwei Wochen Training aus. Es könnte also eine schwere Entscheidung werden: „Genau das, was wir haben wollten“, nickt Beaulieu. Worten, denen Cheftrainer Rob Pallin nur zustimmen kann. In der letzten Saison saß er auf Nadeln, übte zwar öfters Kritik an Andy Chiodo, betete aber noch viel mehr darum, dass sich der „Einzelkämpfer“ nicht verletzen wird. Die Jahre zuvor war die Torhüter-Situation ähnlich.

„Neues Spiel, neues Glück“, heißt das Motto im Kasten. Der bescheidene Nechvatal (von der TT schon vorgestellt) wird heute im Tor stehen, Swette den nächsten Test gegen Riessersee am Sonntag (17 Uhr) in Garmisch bestreiten. Man will sich gegenseitig nach oben schaukeln.

„Man braucht in dieser Liga zwei Goalies. Ich verstehe mich mit Pati gut und wir pushen uns gegenseitig. Das taugt den Leuten“, führt Swette zur Konkurrenzsituation aus. Mit der Verpflichtung des Vorarlbergers, der nach acht Jahren und dem Vereinsrekord von 227 Spielen beim KAC (2008–2016) auch als halber Kärntner durchgeht, haben die Haie mit der Tradition gebrochen, keinen Österreicher außerhalb von Tirol zu verpflichten. Irgendwann hat aber auch die Romantik in dieser hochklassigen Liga ein Ende. Swette (letzte Saison bei den Dresdner Eislöwen unter Vertrag) stand schon vor der Zwischenrunde 2017 vor Innsbrucks Toren, nach einem „Nein“ landete er dann zwischen den Villacher Pfosten. So ist das Eishockey-Leben, jetzt hat es halt ein paar Monate länger gedauert ...

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Als Referenzen bringt der Outdoor-Liebhaber, der mit seiner Freundin Elisa die Umgebung erkunden will, einiges mit: zwei Meistertitel mit dem KAC (2009, 2013) – den zweiten hat der 24-fache Teamspieler mit der besten Fangquote in der Liga gesichert. „Von der Truppe her ist es hier eine Gaudi. Es arbeiten alle hart. Wir wollen die letzte Saison wiederholen oder sogar toppen. Natürlich wird das schwer“, schließt der Routinier vor dem heutigen Fest.


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