Griss: „Versprechen nicht, was unrealistisch ist“

Wien – In den Wahlkampf-Ring wollen die NEOS im September steigen – dann will deren Listenzweite, Irmgard Griss, durch Österreich touren. Wo...

NEOS-Kandidatin Griss will einen neuen Stil in der Politik.
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Wien –In den Wahlkampf-Ring wollen die NEOS im September steigen – dann will deren Listenzweite, Irmgard Griss, durch Österreich touren. Wofür die gebürtige Steirerin demnächst werben will, verrät sie im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung.

„Mir geht es um einen neuen Stil in der Politik. Die großen Vorhaben – wie Staatsfinanzen, Föderalismus, Bildungssystem, Integration, Gesundheit und Pflege, Pensionen – müssen bewältigt werden, wenn Österreich in zehn bis 20 Jahren gut dastehen soll.“

Das sei aber nur machbar, „wenn es eine Zusammenarbeit über die Parteien hinweg gibt“. Also weg mit „Partei-Egoismen und Klientelpolitik“, fordert Griss – und zeigt auf, wo es ihrer Meinung nach hapert. „Bei uns läuft jetzt vor allem eines schief: Das vorrangige Interesse der Regierungsparteien ist es, einen Erfolg des jeweils anderen zu verhindern. Es ist mein Anliegen, hier neue Wege zu gehen.“

Ein Wahlziel gibt sie keines aus – aber optimistisch ist sie, dass die NEOS die notwendige Vier-Prozent-Hürde erneut nehmen werden. „Ich werde auf der Straße angesprochen – und bekomme viel Zuspruch. Wir sind auf einem guten Weg“, konstatiert Griss – sie verweist auf Umfragen, wonach die liberale Partei „stabil über fünf Prozent“ liege.

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Auf die Frage, dass es Menschen gibt, die meinen, eine Stimme für die NEOS wäre im Dreikampf zwischen SPÖ, ÖVP und FPÖ eine verlorene, meint Griss: „Es darf doch nicht darum gehen, was man verhindern will. Es muss darum gehen, was man erreichen und umsetzen will. Es geht um unsere Zukunft, da spielt doch das Parlament die entscheidende Rolle.

Die NEOS-Kandidatin zeigt sich offen für Kooperationen, nach einer erfolgreich geschlagenen Wahl. „Das hängt von den Inhalten und der Bereitwilligkeit der Parteien ab. Es wird ja beispielsweise keine Föderalismusreform zustande kommen können, wenn nur die Regierung versucht, das zu lösen. Da wird man auch die Opposition einbinden müssen.“ Sie und die NEOS wollen jedenfalls versuchen, Wähler zu überzeugen, indem „wir nichts versprechen, was absolut unrealistisch ist“. (sas)


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