Auch New York lässt Denkmäler von Südstaaten-Generälen entfernen

New York (APA/dpa) - Die vor allem im Süden der USA geführte Diskussion über Denkmäler des Bürgerkrieges hat New York erreicht. Das Bronx Co...

New York (APA/dpa) - Die vor allem im Süden der USA geführte Diskussion über Denkmäler des Bürgerkrieges hat New York erreicht. Das Bronx Community College kündigte an, Büsten der Generäle Robert E. Lee und Thomas „Stonewall“ Jackson entfernen zu lassen. Eine Episkopalkirche im Stadtteil Brooklyn ließ zudem zwei Plaketten entfernen, die an Lee erinnerten.

Das berichtete der TV-Sender CBS am Donnerstag. Auslöser der erneuten Debatte war die rassistische Gewalt in Charlottesville mit einer Toten.

Die Denkmäler, die häufig an getötete Soldaten der Südstaaten aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865) erinnern, finden sich vor allem im Süden des Landes. Einige wurden aber auch im Norden aufgestellt, um der Gefallenen der Gegenseite zu gedenken und den Bruch zwischen den beiden Landesteilen symbolisch zu kitten. Für viele US-Amerikaner sind die Monumente aber auch Symbole für Rassismus, da die Konföderierten aus dem Süden die Sklaverei beibehalten wollten.

Bürgermeister Bill de Blasio kündigte auf Twitter an, alle „Symbole des Hasses“ auf Gemeindegelände prüfen und möglicherweise beseitigen zu lassen. Er ordnete auch die Entfernung eines Granitsteins in Manhattan an, der an den französischen Marschall Philippe Petain (1856-1951) erinnert. Der Chef des Vichy-Regimes war in Frankreich als Nazi-Kollaborateur zum Tode verurteilt worden.


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