Auf der Suche nach dem rechten Radweg

Von Denise Daum...

© Franz Oss

Von Denise Daum

Sistrans, Innsbruck –In ziemlich genau einem Jahr wird Tirol Austragungsort der Rad-Weltmeisterschaft sein. Der Sport boomt, im ganzen Land beschäftigen sich die Gemeinden mit dem Ausbau der Radwege. So auch im südöstlichen Mittelgebirge. Im Rahmen eines großen Bürgerbeteiligungsprozess hat sich herausgestellt, dass die Mobilität generell und der Radverkehr im Speziellen eines der Kernthemen in der Region ist – eine Arbeitsgruppe entstand, zudem hat der Planungsverband eine Radwegstudie in Auftrag gegeben.

Johannes Strobl, Bürgermeister von Aldrans und Mitglied der Arbeitsgruppe, erklärt, worauf der Fokus liegt: einerseits das südöstliche Mittelgebirge an Innsbruck, das Inntal sowie die benachbarten Regionen (westliches Mittelgebirge, Stubaital) anzubinden und andererseits die Gemeinden in der Region mit Radwegen zu verbinden, sprich von Tulfes bis Ellbögen. Schließlich will man sich auch dem Fernradweg Verona – München anschließen.

„Wir hoffen, ein ordentliches Wegnetz zusammenzubringen, um das Radfahren zu attraktivieren – sowohl als Freizeitaktivität als auch als Verkehrsmittel im Alltag“, sagt Strobl. Der Zeitpunkt ist günstig: Das Land Tirol fördert den Radwegausbau aktuell mit bis zu 80 Prozent.

„Die größte Herausforderung und oberste Priorität ist es, die Stadt Innsbruck mit ihren Umlandgemeinden zu verbinden“, erklärt Thomas Pupp, Vorsitzender der Projektgruppe. Hier sieht er vor allem die Stadt in Verzug.

Die zuständige Innsbrucker Vizebürgermeister Sonja Pitscheider (Grüne) erklärt, dass städtische Vertreter in der Projektgruppe dabei sind, „damit die nicht planen, wo man dann in der Stadt nicht mehr weiterkommt“. Zunächst gelte es aber, eine vernünftige Trasse zu finden, um in die Stadt zu kommen. „Wir haben den schwierigsten Teil, weil wir müssen den Paschberg runter.“ Die Stadt selbst hat dort kaum Grundstücke und ist auf andere angewiesen – „wir müssen schauen, wo wir uns leichttun“, sagt Pitscheider. Ist das einmal geklärt, dann muss überlegt werden, wie die Radler in der Stadt weitergeleitet werden.

Die Ergebnisse der Radwegstudie werden am 18. September in Sistrans präsentiert.


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