Polizeiaufsicht untersucht Tötungen bei Protesten in Kenia

Nairobi (APA/dpa) - Nach blutigen Protesten in Kenia untersucht die Polizeiaufsicht IPOA, ob Sicherheitskräfte für den Tod mehrerer Menschen...

Nairobi (APA/dpa) - Nach blutigen Protesten in Kenia untersucht die Polizeiaufsicht IPOA, ob Sicherheitskräfte für den Tod mehrerer Menschen verantwortlich sind. Die Institution untersuche unter anderem den Tod eines sechs Monate alten Babys in Kisumu im Westen des Landes, sagte der Leiter der Behörde, Joel Mabonga, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Mitarbeiter befragten Augenzeugen des Vorfalls. „Wir versuchen rauszufinden, was genau passiert ist.“ Medienberichten zufolge wirft die Familie Polizisten vor, das Baby in den Armen ihrer Mutter geschlagen zu haben.

Staatschef Uhuru Kenyatta wurde nach der Präsidentenwahl am 8. August zum Sieger erklärt, sein Herausforderer Raila Odinga warf ihm jedoch Wahlbetrug vor und will die Wahl anfechten. Vor allem nach der Verkündung des Ergebnisses kam es in Nairobi und im Westen des Landes zu Protesten. Dabei wurden laut der kenianischen Menschenrechtskommission 24 Menschen von Polizisten erschossen. Die Polizei bestritt dies.

Die IPOA werde sich jegliche Informationen zu den mutmaßlichen Opfern einholen und jeden Fall einzeln untersuchen, sagte Mabonga. „Die Polizei hat uns versichert, sie werde kooperieren.“ Die IPAO ist eine von der Regierung finanzierte zivile Organisation, die Fehlverhalten von Polizisten untersucht.

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