Südafrika will Grace Mugabe an der Ausreise hindern

Johannesburg (APA/dpa) - Südafrika verwehrt Simbabwes Präsidentengattin Grace Mugabe die Ausreise, nachdem ihr Körperverletzung vorgeworfen ...

Johannesburg (APA/dpa) - Südafrika verwehrt Simbabwes Präsidentengattin Grace Mugabe die Ausreise, nachdem ihr Körperverletzung vorgeworfen worden war. Sicherheitsminister Fikile Mbalula erklärte am Donnerstag dem TV-Sender eNCA, die Polizei des Landes habe Vorsorge für den Fall getroffen, dass sie über die Grenze zurück in ihre Heimat ausreisen wolle.

Grace Mugabe soll ohne Vorwarnung mit einem Verlängerungskabel auf ein 20-jähriges südafrikanisches Model losgegangen sein, das sie unverhofft in der Hotelsuite ihrer beiden Söhne angetroffen haben soll. Sie hielt sich in Südafrika auf, um dort eine Unfallverletzung am Knöchel behandelt zu lassen.

Die 52-Jährige beruft sich mit Blick auf mögliche Strafverfolgung auf diplomatische Immunität. Südafrikas größte Oppositionspartei, die Demokratische Allianz (DA), betonte jedoch, dass sie dazu vor ihrer Einreise nach Südafrika diese Immunität hätte beantragen müssen. Zudem gelte die Immunität für Staatschefs, nicht für deren Ehefrauen. Südafrika müsse unbedingt eine Situation wie im Jahr 2015 vermeiden, als der wegen Kriegsverbrechen gesuchte sudanesische Präsident Omar al-Bashir ungehindert in den Kap-Staat ein- und später auch wieder ausreisen konnte.

Grace Mugabe gilt als mögliche Nachfolgerin ihres Mannes, des autokratischen Langzeit-Präsidenten Robert Mugabe (93). Der hält sich ebenfalls in Südafrika auf, um dort am Freitag an einem Gipfeltreffen des regionalen Staatenbundes SADC teilzunehmen. Bei dem Treffen wird Südafrika turnusmäßig den SADC-Vorsitz von Lesotho übernehmen.

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