Bericht: Kongolesische Milizen töteten UNO-Experten

New York (APA/dpa) - Eine Gruppe kongolesischer Milizen aus der Kasai-Region ist nach Einschätzung der Vereinten Nationen vermutlich für den...

New York (APA/dpa) - Eine Gruppe kongolesischer Milizen aus der Kasai-Region ist nach Einschätzung der Vereinten Nationen vermutlich für den Tod zweier UNO-Experten verantwortlich. Zu diesem Ergebnis kommt ein Untersuchungsausschuss, der den Tod des US-Staatsbürgers Michael Sharp und der Schwedin Zaida Catalan aufklären sollte.

Beide seien von Rebellen entführt worden, heißt es im Abschlussbericht an den UNO-Sicherheitsrat. Sharp und Catalan hatten im Zentrum des Landes wegen Menschenrechtsverletzungen ermittelt und waren im März tot aufgefunden worden. Die Rebellen hätten vermutlich auch einen kongolesischen Übersetzer und drei Motorradfahrer getötet, deren Leichen nie gefunden wurden, heißt es in dem Bericht. Demnach müssen sich derzeit zwölf Verdächtige vor einem Militärgericht im Kongo verantworten.

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres muss in dem Fall nun über weitere Schritte entscheiden. Der Mord an UNO-Experten könne nicht in einem „bürokratischen Ablauf“ enden, sagte die UNO-Botschafterin der USA, Nikki Haley, am Donnerstag. „Es sollte nichts unversucht bleiben in unseren Bemühungen, Gerechtigkeit für diejenigen zu erreichen, die ihr Leben im Dienst der UNO verloren haben“, sagte Schwedens stellvertretende UNO-Botschafterin Irina Schoulgin Nyoni.

Seit der Rebellen-Anführer Kamwina Nsapu im August 2016 durch die Polizei getötet wurde, kommt es in Kasai immer wieder zu Gefechten. Knapp 1,3 Millionen Menschen sind laut UNO-Angaben vor der Gewalt in andere Landesteile geflohen. Die Vereinten Nationen haben in der Region mindestens 80 Massengräber identifiziert.

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