Basketball-Star Durant verzichtet auf möglichen Besuch im Weißen Haus

Oakland (Kalifornien) (APA/dpa/Reuters) - Basketball-Superstar Kevin Durant hat einen möglichen Besuch im Weißen Haus nach dem Titelgewinn s...

Oakland (Kalifornien) (APA/dpa/Reuters) - Basketball-Superstar Kevin Durant hat einen möglichen Besuch im Weißen Haus nach dem Titelgewinn seines NBA-Teams abgelehnt - aus Protest gegen US-Präsident Donald Trump. Der wertvollste Spieler (MVP) der diesjährigen Finalserie sagte dem US-Sportsender „ESPN“, er werde die Golden State Warriors nicht nach Washington begleiten, falls das Meisterteam eine Einladung von Trumps Büro erhalten sollte.

„Nein, das werde ich nicht machen“, betonte Durant. „Ich habe keinen Respekt für die Person, die aktuell im Amt ist. (...) Das ist meine persönliche Entscheidung, aber wenn ich meine Teamkollegen richtig einschätze, stimmen sie mit mir überein.“ Der 28-jährige Afroamerikaner wies auch darauf hin, dass Trump auch eine entscheidende Rolle dabei spiele, dass rassistische Tendenzen in der Öffentlichkeit zunehmen. „Seit dem Präsidentschaftswahlkampf ist unser Land gespalten, das ist kein Zufall“, erklärte Durant.

Bereits kurz nach dem Titelgewinn der Warriors im Juni hatten US-Medien berichtet, die Mannschaft habe einstimmig beschlossen, auf den obligatorischen Besuch beim Präsidenten zu verzichten. Laut übereinstimmenden Medienberichten hat das Team aus Kalifornien anders als üblich noch keine offizielle Einladung aus dem Weißen Haus erhalten - der Grund dafür ist unbekannt. Die Warriors gastieren am 28. Februar 2018 bei den Washington Wizards.

Die von Durant und Kapitän Stephen Curry angeführten Warriors hatten sich im diesjährigen NBA-Finale mit 4:1-Siegen in der „best of seven“-Serie gegen Titelverteidiger Cleveland Cavaliers durchgesetzt und dadurch ihre zweite Meisterschaft innerhalb von drei Jahren gewonnen.


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