Das Wetter als Wirtschaftsfaktor

Wetterprognosen werden durch fortschreitende Technik immer feinmaschiger. Damit lässt sich auch Geld machen.

Wetterdienste setzen jährlich Millionen um, wenn es darum geht, für Versicherungen Prognosen zu liefern.
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Innsbruck – Wetterdienste blicken möglichst punktgenau und auf bestimmte Regionen zugeschnitten auf mögliche Szenarien: Momentan kann die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik ZAMG Vorhersagen etwa auf einen Umkreis von einem Kilometer machen. Die Technik entwickle sich laut ZAMG-Direktor Staudinger so rasant, dass man davon ausgehen kann, dass man in einigen Jahren bis auf 100 Meter Umkreis das Wetter bestimmen können wird. Allein die ZAMG macht jährlich etwa 10 Millionen Euro Umsatz mit diesem Service für zig Firmen und Institutionen – darunter viele Versicherungen. Nicht zuletzt wegen der Veränderung durch den Klimawandel wird das Wetter im Wirtschaftsleben künftig eine noch größere Rolle spielen. Nicht umsonst gibt es mittlerweile auch private Wetterdienste, wie etwa Ubimet. Der Trend in Sachen Wetterprognosen geht in Richtung feinmaschiger, regional zugeschnittener Modelle. Am treffsichersten sind Vorhersagen für die nächsten drei Tage. Prognosen für Alpenregionen sind aufgrund ihrer komplexen Topografie mitunter schwieriger. Im Nachhinein kann für jede Region das Wetter beschrieben werden – inklusive Windgeschwindigkeit. (lipi)


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