Europas Leitbörsen zur Eröffnung einheitlich im Minus

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Freitagvormittag einheitlich mit klar schwächerer Tendenz gezeigt. Der Euro...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Freitagvormittag einheitlich mit klar schwächerer Tendenz gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 09.50 Uhr mit minus 0,90 Prozent oder 31,11 Punkte bei 3.430,86 Einheiten. Der DAX in Frankfurt fiel 0,67 Prozent oder 82,11 Zähler auf 12.121,35 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,62 Prozent oder 46,08 Einheiten auf 7.341,79 Punkte.

Zum einen waren die Vorgaben von der Wall Street und in Asien sehr negativ ausgefallen. Zweifel an baldigen Erfolgen der US-Wirtschaftspolitik von Donald Trump dämpfen die Erwartungen der Anleger. Zum anderen belastete die Unsicherheit nach dem Terroranschlag in Barcelona. Für Impulse könnten heute im Verlauf Konjunkturdaten aus den USA sorgen. Dort wird am Nachmittag eine wichtige Verbraucherbefragung veröffentlicht. Ökonomen erwarten einen leichten Anstieg des vorläufigen Michigan Sentiment.

Bereits veröffentlicht wurden Daten zur Inflation auf Herstellerebene in Deutschland. Sie hat sich im Juli zum dritten Mal in Folge abgeschwächt. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts legten die Erzeugerpreise zum Vorjahresmonat um 2,3 Prozent zu. Im Vormonat Juni hatte die Rate noch bei 2,4 Prozent gelegen. Volkswirte hatten aber im Mittel für Juli mit einer noch etwas deutlicheren Abschwächung gerechnet.

Im Branchenvergleich präsentierten sich europäische Banken am Vormittag besonders schwach. Die Anteilsscheine von Ing Groep gaben um 1,60 Prozent nach, BNP Paribas fielen um 1,51 Prozent und die Aktien der Deutschen Bank standen mit einem Minus von 1,54 Prozent zwischenzeitlich an der letzten Stelle des Euro-Stoxx-50.

Auf der positiven Seite der Kurstafel stand zunächst nur ein Wert. Die Aktien der Münchener Rück konnten als einzige ein Plus von 0,11 Prozent aufweisen. Die Commerzbank hat die Anteilsscheine des Versicherungskonzerns von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel von 190 auf 200 Euro angehoben. Stabile bis leicht steigende Gewinne aus dem Rückversicherungsgeschäft, zusätzliche Gewinne der Erstversicherungstochter Ergo und das Aktienrückkaufprogramm ermöglichten ein Gewinnwachstum je Aktie von jährlich 10 Prozent von 2018 bis 2020, schrieb Analyst Michael Haid in einer Studie vom Freitag.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA114 2017-08-18/10:20


Kommentieren