Kufstein startet im Herbst mit speziellen Sprachkursen

Personen mit nichtdeutscher Muttersprache aus zwölf Orten soll die Integration durch das Leaderprojekt „ABC-Café“ erleichtert werden.

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Von Michael Mader

Kufstein –Seit gut einem Jahr feilen die Verantwortlichen der KUUSK-Leader-Region (Kufstein und Umgebung, Untere Schranne, Kaiserwinkl) schon an einem ehrgeizigen Sprachprojekt. Dabei soll für Menschen mit einer anderen Erstsprache als Deutsch ein Bildungsangebot in Form von speziellen Sprachkursen angeboten werden. Geplanter Start des so genannten „ABC-Cafés“ ist im Herbst dieses Jahres.

Das Konzept ist ausgearbeitet und bereits genehmigt worden. KUUSK-Geschäftsführerin Melanie Steinbacher freut sich über die sehr hohe Förderung von 75 Prozent der Projektsumme: „Wir haben ein Budget von 59.000 Euro für drei Jahre beantragt.“

Interessierte erhalten die Möglichkeit, unverbindlich und kostenlos die Lernangebote in Anspruch zu nehmen, wobei der Fokus in erster Linie bei der Verbesserung der Sprachkompetenz in Deutsch liegen soll, um die Personen in ihrem beruflichen und familiären Alltag zu unterstützen. Das Angebot richtet sich vor allem an Migranten, Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte, aber auch an noch nicht anerkannte Flüchtlinge.

Auch die Hilfestellung bei der Integration in die Gemeinschaft durch die Aus­einandersetzung mit der Kultur Tirols ist ein Ziel, des Leaderprojekts.

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Darüber hinaus soll das „ABC-Café“ den Teilnehmenden unter anderem Perspektiven am Arbeitsmarkt aufzeigen und Eltern sollen informiert werden, wie sie ihre Kinder in der Schulausbildung unterstützen können.

In das Leaderprojekt sind die zwölf Gemeinden Kufstein, Ebbs, Erl, Niederndorf, Niederndorferberg, Schwendt, Rettenschöss, Kössen, Walchsee, Langkampfen, Thiersee und Schwoich involviert.

Meral Sevencan, Integrationsbeauftragte der Stadt Kufstein, ist sich sicher: „Die Zivilgesellschaft wird dadurch entlastet. Die Teilnehmer sollen unter anderem zu einer selbstständigen Lebensgestaltung hingeführt werden, z. B. wenn es darum geht, Amtswege alleine zu meistern. Deshalb sind auch Exkursionen – etwa zum Bahnhof – Teil der Kurse.“ Laut Sevencan liegen schon zahlreiche Anmeldungen vor, die im Übrigen über das Berufsförderungsinstitut (bfi) in Kufstein abgewickelt werden. Die Kurse werden an unterschiedlichen Orten in Kufstein stattfinden, wobei Niederndorf und Ebbs bereits angekündigt hätten, die Teilnehmer nach Kufstein transportieren zu wollen.

Für Sevencan ist es aber auch vorstellbar, dass bei einem entsprechend großen Interesse einzelne Kurse auch in den anderen Gemeinden stattfinden könnten.


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