Air Berlin - Für Niki sicherheitshalber um Bundeshilfe angeklopft

Wien/Berlin/Schwechat (APA) - Sollte sich Niki doch nicht von der Insolvenz der deutschen Mutter Air Berlin abkoppeln können, wurde bereits ...

Wien/Berlin/Schwechat (APA) - Sollte sich Niki doch nicht von der Insolvenz der deutschen Mutter Air Berlin abkoppeln können, wurde bereits bei der österreichischen Regierung um Hilfen vorgefühlt. Es geht um österreichische Finanzhilfe für den Fall, dass Niki in Konkurs ginge - was zur Stunde aber nicht ansteht. „Air Berlin hat bis gestern und heute jedenfalls bezahlt.“

Das berichteten Niki-Betriebsrat Stefan Tankovits und der GPA-Gewerkschafter Peter Stattman am Freitag nach einer Betriebsversammlung der Fluggesellschaft in Wien den versammelten Medien.

„Wir sind schon in Kontakt um österreichische Bundeshilfe, sollte ein Konkursfall eintreten“, so Stattmann. Man hoffe aber, dass der Fall nicht eintritt und auch die deutsche Finanzspritze für Air Berlin ausreicht, um in der Zeit der Verhandlungen mit Käufern den Flugbetrieb aufrecht zu halten.

Falls sich das nicht ausgeht, werde es sich Österreich nicht nehmen lassen, ähnlich wie die deutsche Regierung mit Überbrückungskrediten einzuspringen und betroffene Urlauber zurückzuholen, davon gehen die Arbeitnehmervertreter für Niki aus. „Wir bereiten uns auf alle möglichen Szenarien vor. Auch für den Worst Case“, so die Arbeitnehmervertreter vor den Medien.

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Eine größere Nagelprobe werden die Ende August fälligen Gehälter für die rund tausend Niki-Beschäftigten. Die Zahlung sei aber zugesagt. Bisher wurden alle Rechnungen bezahlt, sagt die Gewerkschaft. Bei den Gagen geht es um einen zweistelligen Millionenbetrag.

Reicht das deutsche Bundesgeld für den weiteren Air-Berlin-Flugbetrieb und damit auch für Niki die nächste Zeit aus, und wird Niki - idealerweise im Paket - von einer finanzstarken Airline übernommen, sind Insolvenzgespenster für den Wiener Ableger gebannt. Die Niki-Belegschaft hofft bald auf Klarheit und einen straffen Zeitplan für die Verhandlungen mit den Investoren. Konkret verhandelt ab heute ja die Lufthansa.

~ ISIN GB00B128C026 WEB http://www.airberlin.com

http://www.flyniki.com ~ APA162 2017-08-18/11:29


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