KA Finanz hat Risikopositionen auf 8,7 Mrd. Euro reduziert

Wien (APA) - Die staatliche KA Finanz AG, „Bad Bank“ der einst notverstaatlichten Kommunalkreditgruppe, hat im ersten Halbjahr 2017 ihre Ris...

Wien (APA) - Die staatliche KA Finanz AG, „Bad Bank“ der einst notverstaatlichten Kommunalkreditgruppe, hat im ersten Halbjahr 2017 ihre Risikopositionen um 0,9 Mrd. auf 8,7 Mrd. Euro weiter reduziert. Das Gesamtexposure besteht zum Großteil aus Darlehen (4,4 Mrd. Euro) und Wertpapieren (3,4 Mrd. Euro), wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Das Durchschnittsrating des Portfolios auf der Skalierung nach Standard & Poor‘s/Fitch betrage unverändert „A“, die Ausfallsrate (NPL-Ratio gemäß Basel II) lag per 30. Juni bei 0,2 Prozent.

Die KF verfügt über eine Kapitalausstattung von 501,5 Mio. Euro, davon 415,0 Mio. hartes Kernkapital gemäß Basel III. Die Kapitalquoten haben sich gegenüber 2016 leicht verbessert: Die Gesamtkapitalquote stieg auf 21,3 Prozent (31.12.2016: 20,7 Prozent), die harte Kernkapitalquote auf 17,6 Prozent (31.12.2016: 17,2 Prozent).

Der Nettoverlust von 38 Mio. Euro im ersten Halbjahr resultiere vor allem aus den von der KF an die Republik Österreich geleisteten Haftungsentgelten in Höhe von 16,4 Mio. Euro für Liquiditätsgarantien und eine Bürgschaft, Beiträgen zum Bankenabwicklungsfonds in Höhe von 7,7 Mio. Euro und Personal/Sachaufwendungen in Höhe von 12,7 Mio. Euro, heißt es in der Aussendung.

Am 8. Juni hat die Hauptversammlung der KA Finanz AG (KF) beschlossen, ihren Auftrag zur Portfolio-Verwertung künftig als „Abbaugesellschaft“ gemäß § 162 des Bundesgesetzes über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) zu betreiben. Die dafür notwendige Genehmigung der Finanzmarktaufsicht (FMA) wird für das dritte Quartal 2017 erwartet - dann würde die Bankkonzession der „Bad Bank“ enden.

~ WEB http://www.kommunalkredit.at ~ APA188 2017-08-18/12:10


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