Leitbörsen in Fernost schließen weitgehend im Minus

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag überwiegend tiefer notiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 232,22 Zähler ode...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag überwiegend tiefer notiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 232,22 Zähler oder 1,18 Prozent auf 19.470,41 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor 296,65 Zähler (minus 1,08 Prozent) auf 27.047,57 Einheiten. Der Shanghai Composite stieg hingegen 0,29 Punkte oder 0,01 Prozent auf 3.268,72 Punkte.

Der Aktienhandel zeigte sich zum Wochenausklang auch in Asien belastet. Die Investoren zweifeln an der Umsetzung der wirtschaftspolitischen Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump. Die Steuerreform und andere Maßnahmen zur Konjunkturbelebung waren zentrale Versprechen im Wahlkampf zur US-Präsidentschaft gewesen und hatten für gute Stimmung an den Börsen gesorgt. Am Donnerstag hatte die Wall Street jedoch mit den höchsten Tagesverlusten seit drei Monaten geschlossen. Darüber hinaus dürften die Terroraktivitäten in Spanien für Unsicherheit an den Märkten gesorgt haben.

China hat angekündigt, seine Auslandsinvestitionen zu drosseln. Um das finanzielle Risiko zu reduzieren, will die chinesische Führung Investitionen in bestimmte Bereiche wie den Immobiliensektor, die Hotelbranche und Beteiligungen im Unterhaltungsbereich wie etwa bei Fußballklubs beschränken.

In Tokio stellte die Elektronikbranche die schwächsten Aktien im Nikkei-225 Index. Als Schlusslicht gingen die Anteilsscheine von Fujikura, die sich um 3,98 Prozent verbilligten aus dem Handel. Gefolgt wurden sie von Mitsubishi Electric, die um 3,72 Prozent fielen.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Die Märkte in Indien und Australien zeigten sich ebenfalls schwächer. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 31.510,38 Zählern mit minus 285,08 Punkten oder 0,90 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel 28,7 Zähler oder 0,49 Prozent auf 5.798,50 Einheiten.

Beim indischen Software-Dienstleister Infosys geht der frühere SAP-Manager Vishal Sikka nach nur drei Jahren als Vorstandschef wieder. Der bisher für das operative Geschäft zuständige Vorstand, Pravin Rao, übernimmt vorerst dessen Posten, teilte das Unternehmen am Freitag in Bangalore mit. Die Suche nach einem regulären Nachfolger für Sikka sei angelaufen. Sie solle bis spätestens Ende März 2018 abgeschlossen sein, hieß es. Die Aktie des Sensex-Schwergewichts gab um 9,60 Prozent nach.


Kommentieren