Türkische Regierungspresse entrüstet über Merkels Zollunion-Äußerung

Berlin/Ankara (APA/dpa) - Regierungsnahe türkische Medien haben am Freitag entrüstet auf die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und ihre vorlä...

Berlin/Ankara (APA/dpa) - Regierungsnahe türkische Medien haben am Freitag entrüstet auf die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und ihre vorläufige Absage an eine Erweiterung der Zollunion der EU mit der Türkei reagiert. Einige Blätter warfen Deutschland erneut die Unterstützung von Terrorgruppen vor. Die Tageszeitung „Sabah“ sprach von „Erpressung“.

Die Zeitung „Aksam“ titelte: „Deutsche Staatspolitik ist Türkeifeindlichkeit“. Für Unmut in Ankara hatte die Aussage Merkels im Interview mit vier YouTubern gesorgt, die Zollunion vorerst nicht vertiefen zu wollen. Der türkische EU-Minister Ömer Celik kritisierte dies am Donnerstag als „unglückliche Erklärung“. Die Regierung in Ankara hat erhebliches Interesse daran, die seit 1996 mit der EU bestehende Zollunion auszubauen. Sowohl die Türkei als auch die EU würden von einer Vertiefung profitieren, sagte Celik.

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