Pensionen - Opposition gegen Kurz-Ankündigung zu Frauenpensionsalter

Wien (APA) - Die FPÖ kennt sich bei der ÖVP in Sachen Frauenpensionsalter nicht aus. Generalsekretär Herbert Kickl verwies am Freitag darauf...

Wien (APA) - Die FPÖ kennt sich bei der ÖVP in Sachen Frauenpensionsalter nicht aus. Generalsekretär Herbert Kickl verwies am Freitag darauf, dass zwar ÖVP-Obmann Sebastian Kurz nun eine vorzeitige Anhebung ablehne, seine Nummer drei auf der Bundesliste, Josef Moser, als Präsident von EcoAustria und die zweite auf der Wiener Landesliste, Theres Niss, als Junge Industrie-Chefin aber genau das fordern.

„Haben Leute wie Moser und Niss, die angeblich wegen ihrer Expertise geholt wurden, in der ÖVP etwas mitzureden oder sind sie nur Staffage? Was gilt jetzt in der ÖVP in Sachen Frauenpensionen?“ fragt Kickl. Der FPÖ-Generalsekretär fragt sich weiters, ob die ÖVP nach der Wahl „die Kehrtwende der Kehrtwende“ macht oder ob Moser und Niss die Kehrtwende mitmachen.

Die Grüne Sozialsprecherin Judith Schwentner meinte, der Verzicht von Kurz auf die vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters sei nicht ganz freiwillig. „Abgesehen von der fehlenden, aber notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit, lässt sich dieses Unterfangen allein schon aus rechtlichen Gründen nicht mehr umsetzen: Selbst im Fall einer Beschlussfassung im Jahr 2018 könnte eine entsprechende Regelung frühestens 2022 in Kraft treten und sie würde kein Geld sparen, sondern nur die höheren Kosten in den kommenden 25 Jahre nach hinten verschieben“, meinte Schwentner.

Klar für eine vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters sind nach wie vor die NEOS. Frauensprecherin Claudia Gamon bezeichnete die Ablehnung dieser Maßnahme als unverantwortlich, weil dies nicht nur eine Entlastung des Pensionssystems, sondern auch den Frauen eine höhere Pension brächte.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Kommentieren