Barcelona-Terror - Papst und islamische Gemeinde verurteilen Tat

Barcelona/Vatikanstadt/Wien (APA) - Papst Franziskus hat das Attentat von Barcelona als „unmenschlich“ verurteilt. Die blinde Gewalt stelle ...

Barcelona/Vatikanstadt/Wien (APA) - Papst Franziskus hat das Attentat von Barcelona als „unmenschlich“ verurteilt. Die blinde Gewalt stelle eine „schwerste Beleidigung des Schöpfers“ dar, hieß es laut Kathpress in einem am Freitag vom Vatikan veröffentlichten Schreiben an Barcelonas Erzbischof Kardinal Juan Jose Omella Omella. Er bete, dass Gott helfe, „weiter mit Entschlossenheit für Frieden und Eintracht in der Welt zu arbeiten“.

Franziskus bekundete sein Mitgefühl für die Opfer des „grausamen Terroranschlags, der Tod und Leid auf La Rambla in Barcelona gesät hat“. Den Verletzten und ihren Familien sowie „der ganzen katalanischen und spanischen Gesellschaft“ sprach er in dem von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten Schreiben seine Verbundenheit aus. Für die Toten erbat er ewige Ruhe.

Auch die Türkische Kulturgemeinde Österreich (TKG) verurteilte den „abscheulichen Terror“ und erklärte in diesen Stunden mit den Gedanken bei den Angehörigen der Todesopfer und den Verletzten zu sein. Die TKG forderte in einer Aussendung, sofort die Terroristen und diejenigen Kräfte, die hinter diesem Terror stehen, ausfindig zu machen. „Man kann diesen Terror nicht auf einen Namen oder eine Richtung reduzieren, weil dieser Terror mehrere Mütter und Väter hat. Hinter diesem Terror in Barcelona stecken mehrere Kräfte im In- und Ausland.“

„Gegen Terror sollte man, egal in welcher Art, zusammenarbeiten und nicht in Schadenfreude agieren. Niemand sollte aus solchen Terrorakten versuchen, Ziele zu erreichen, die eigentlich einen selbst treffen könnten“, erklärte TKG-Obman Birol Kilic. Ein solcher Akt des Terrors im Herzen von Barcelona sei eigentlich eine Drohung für alle Länder. „Terrorismus ist eine internationale, kannibalistisch sich vermehrende Pest, wovon jedes Land betroffen sein kann.“

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Auch der Zentralrat der Muslime in Deutschland verurteilte den Anschlag von Barcelona scharf. „Wir sind entsetzt über den Anschlag und trauern mit den Hinterbliebenen und beten für die Opfer. Es gibt in keiner Religion eine Rechtfertigung für solche Taten“, erklärte der Vorsitzende Aiman Mazyek laut Nachrichtenagentur dpa am Freitag in Berlin. Die Morde hätten nur das Ziel, einen Keil zwischen die Religionen und Kulturen zu treiben. Den Taten der Terroristen in Barcelona gelte Verachtung, ebenso allen anderen Verbrechern und Terroristen der Welt. „Jedoch werden die überwältigende Mehrheit der friedlichen Gläubigen und die überwältigende Mehrheit der Menschen mit oder keiner Religion sich nicht auf den dunklen Pfad des Hasses und der Zwietracht einlassen.“


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