80 Zivilisten bei Angriffen der Anti-IS-Koalition in Raqqa getötet

Unter den Opfern seien fast 30 Kinder und 16 Frauen, erklärte die „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“.

Eine große Rauchwolke steigt nach einem Luftschlag in Raqqa auf. (Archivbild)
© REUTERS

Raqqa - Bei Luftangriffen der US-geführten internationalen Koalition auf die nordsyrische IS-Hochburg Raqqa (Al-Rakka) sind Aktivisten zufolge seit Wochenanfang mehr als 80 Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern seien fast 30 Kinder und 16 Frauen, erklärte die „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ am Freitag. Wegen vieler Schwerverletzten könnte die Zahl der Toten weiter steigen.

Ein von Kurden angeführtes Bündnis kämpft in Raqqa mit Hilfe der Anti-IS-Koalition gegen die Extremisten. Die Angreifer haben mittlerweile rund die Hälfte des Stadtgebietes eingenommen. Raqqa gilt als Hauptstadt des IS in dem Bürgerkriegsland.

Rund 25.000 Zivilisten eingeschlossen

Nach UN-Schätzung sind in der umkämpften Stadt noch rund 25.000 Zivilisten eingeschlossen. Luftangriffe, Artilleriebeschuss und Feuer von Scharfschützen bedrohen ihre Leben. Eine Flucht ist, wenn überhaupt, nur unter größtem Risiko möglich. Es gebe einen massiven Mangel an Trinkwasser, Lebensmitteln und Medizin, teilten die UN mit. (APA/dpa)


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