„El Chapo“ bekam in New York Besuch von Schwester und Töchtern

New York (APA/dpa) - Sieben Monate nach seinem Haftbeginn in einem New Yorker Hochsicherheitsgefängnis hat der mexikanische Drogenboss Joaqu...

New York (APA/dpa) - Sieben Monate nach seinem Haftbeginn in einem New Yorker Hochsicherheitsgefängnis hat der mexikanische Drogenboss Joaquin „El Chapo“ Guzman Besuch von seiner Familie bekommen. Guzmans Schwester Benarda besuchte ihn mit seinen Zwillings-Töchtern am Donnerstag.

Die fünfjährigen Mädchen Maria Joaquina und Emali stammen aus Guzmans dritter Ehe mit der früheren Schönheitskönigin Emma Coronel. Der Besuch im Metropolitan Correctional Center in Manhattan dauerte etwa zwei Stunden, das Gespräch wurde überwacht.

Der Besuch könnte Guzmans Schlüssel zu einem Team privater Anwälte und - im Fall einer Verurteilung - auch zu einer milderen Haftstrafe sein. Mangels Kontakt zu seiner Familie hatte er bisher auch keinen Zugang zu seinem Geld. Von den schätzungsweise 14 Milliarden Dollar (11,9 Mrd. Euro) aus mutmaßlichem Drogenschmuggel und anderen illegalen Geschäften fehlt weiterhin jede Spur. Jeglicher Familienbesuch war ihm bisher untersagt - auch aus Sorge, Guzman könnte aus dem Gefängnis etwa mit Hilfe seiner Frau wieder Geschäfte aufnehmen.

Guzmans vier private Anwälte wollen kommende Woche entscheiden, ob sie den Fall übernehmen. Die Staatsanwaltschaft könnte sämtliches Geld beschlagnahmen, das mutmaßlich aus illegalen Geschäften stammt. Damit stehen auch Guzmans mögliche Zahlungen in Millionenhöhe an die Verteidiger auf dem Spiel. Eine Garantie, dass sie ihre Honorare behalten können, hat Richter Brian Cogan nicht gegeben. Bisher wird Guzman von zwei Pflichtverteidigern vertreten.

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