Sorge vor Gewalt bei Demonstration in Boston am Wochenende

Boston (APA/dpa) - Nach den gewaltsamen Ausschreitungen von Charlottesville blicken die USA mit einiger Sorge auf eine Demonstration am Sams...

Boston (APA/dpa) - Nach den gewaltsamen Ausschreitungen von Charlottesville blicken die USA mit einiger Sorge auf eine Demonstration am Samstag in Boston. Unter dem Motto „Boston Free Speech“ ist eine Kundgebung zur Meinungsfreiheit genehmigt, an der auch rechtsextreme Gruppierungen beteiligt sind. Bis zu 1.000 Menschen wollen durch die Stadt marschieren.

Ein Bündnis linker Gruppierungen kündigte am Freitag eine Gegendemonstration mit mehreren tausend Teilnehmern an. Die Polizei will die Demonstrationen mit einem großen Aufgebot begleiten, um Zusammenstöße zu vermeiden. Gewalt wie in Charlottesville solle unbedingt vermieden werden.

Bürgermeister Marty Walsh sagte, ihm wäre es lieber, die Kundgebung fände gar nicht statt. An die Adresse der Veranstalter sagte er: „Ihr könnt den ganzen lieben langen Tag lang Eure Meinungsfreiheit leben. Aber redet nicht dem Hass das Wort, keinem blinden Eifer, keinem Rassismus.“

Am vergangenen Samstag war es in Charlottesville (Virginia) bei einer Kundgebung von Rassisten zu heftigen Zusammenstößen gekommen. Eine Frau wurde getötet, mehr als 30 Menschen wurden verletzt, zwei Polizisten starben bei einem Unfall. In Charlottesville war ein Denkmal aus dem US-Bürgerkrieg Grund der Kundgebung, das ist in Boston (Bundesstaat Massachusetts) anders.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Mehrere für das Wochenende in den USA angekündigte Anti-Google-Demonstrationen der „Alt Right“, die als „Alternative Rechte“ rassistische, antisemitische und neonazistische Gruppierungen verbrämt, wurden abgesagt. Als Grund gaben die Veranstalter die „Sorge vor linksterroristischen Anschlägen“ an.


Kommentieren