Zürcher Börse schließt um 0,79% tiefer

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Freitag klar schwächer, aber über dem Tagestief geschlossen. Nach dem deu...

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Freitag klar schwächer, aber über dem Tagestief geschlossen. Nach dem deutlichen Minus vom Vortag fiel der Leitindex SMI bereits zur Eröffnung weiter - und zwar gleich unter die Marke von 8.900 Zählern, wo er dann auch verharrte. Die deutlich gestiegene Risikoscheu sei überall zu spüren, kommentierte ein Marktbeobachter.

Neben der Terrorangst nach den Anschlägen in Spanien belasteten laut Händlern auch die seit ein paar Tagen wachsenden Zweifel an den Steuerreformen und Infrastrukturprogrammen in den USA, welche Präsident Donald Trump bei seiner Wahl angekündigt hatte. Die Stimmung der US-Konsumenten hellte sich unterdessen im August überraschend deutlich auf. In den kommenden Monaten sei denn auch trotz der politischen Schwierigkeiten von Donald Trump mit einem robusten Wachstum in den USA zu rechnen, hieß es.

Der Swiss Market Index (SMI) verlor letztendlich 0,79 Prozent auf 8.874,35 Punkte und rutschte damit trotz starkem Wochenauftakt unter den Schluss vom vergangenen Freitag bei 8.884 Punkten ab. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die größten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, schloss 0,76 Prozent tiefer bei 1.416,40 Punkten und der breite Swiss Performance Index (SPI) ebenfalls 0,79 Prozent bei 10.123,34 Punkten. Von den 30 SMI/SLI-Titel gingen bis auf zwei alle im Minus aus dem Handel.

Am stärksten gaben Werte wie Sika (-2,3 Prozent), Aryzta (-2,2 Prozent) und Dufry (-1,9 Prozent) ab, ohne dass dazu allerdings fundamentale Neuigkeiten vorhanden gewesen wären.

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Die größte Belastung für den Index waren allerdings die Pharma-Schwergewichte Roche (-1,2 Prozent) und Novartis (-1,1 Prozent). In den USA haben Abgeordnete eine Untersuchung von Preisanstiegen bei Medikamenten gegen Multiple Sklerose eingeleitet, wovon auch die Basler Pharmaunternehmen betroffen sind. Insgesamt sieben Konzerne wurden aufgefordert, Stellung zu nehmen. Nachdem sich die Preise seit 2004 nahezu verfünffacht haben, wollen die Abgeordneten laut Medienberichten herausfinden, ob die Preise im Gleichschritt angehoben wurden. Das dritte SMI-Schwergewicht Nestlé (-0,5 Prozent) hielt sich unterdessen deutlich besser.

Bei Geberit (-1,1 Prozent) setzte sich die starke Abwärtsbewegung vom Donnerstag fort. Die Titel des Sanitärkonzerns waren nach enttäuschenden Halbjahreszahlen um beinahe 6 Prozent eingebrochen. In Analystenkreisen teilen sich allerdings die Meinungen zum weiteren Kurspotenzial, wie verschiedene Analysen im Nachgang am Freitag andeuteten.

Sonova (-0,4 Prozent), die zwischenzeitlich größte Verlierer waren, haben ihre Einbußen bis zum Schluss klar eingedämmt. Zwischenzeitlich tendierten die Titel am Freitag gar im Plus. Die Aktie des Hörgeräteherstellers hatte am Vortag dank gut aufgenommener Produkte-News um knapp 5 Prozent zugelegt.

Einzige Gewinner waren unterdessen Credit Suisse (+0,5 Prozent) und Swiss Life (+0,1 Prozent). Guten halten konnten sich zudem noch Lindt&Sprüngli (-0,2 Prozent).

~ ISIN CH0009980894 ~ APA458 2017-08-18/18:39


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