Pensionen: NEOS für Gegenfinanzierung und Rücksicht auf Bedürftigkeit

Wien (APA) - Die NEOS stehen den Vorschlägen von SPÖ und ÖVP zur Erhöhung der Pensionen skeptisch gegenüber und befürchten dadurch langfrist...

Wien (APA) - Die NEOS stehen den Vorschlägen von SPÖ und ÖVP zur Erhöhung der Pensionen skeptisch gegenüber und befürchten dadurch langfristige Finanzierungsprobleme. Abgeordneter Gerald Loacker forderte daher gegenüber der APA Ideen zur Gegenfinanzierung ein. Zudem müsse die Erhöhung der niedrigen Pensionen je nach Bedürftigkeit der Bezieher erfolgen.

Die angeblichen Gesamtkosten für die von der SPÖ vorgeschlagenen Pensionserhöhung von 110 Mio. Euro sind für die NEOS zu viel. So könne man durchaus darüber reden, niedrige Pensionen zu erhöhen, „allerdings nicht ohne Gegenfinanzierung und ohne Rücksicht auf Bedürftigkeit“. Sollten niedrige Pensionen über der Inflationsrate erhöht werden, müsse an anderer Stelle gespart werden - „etwa bei den teuren Beamtenpensionen“.

Die NEOS haben auch nachgerechnet, welchen Nutzen die geplante Erhöhung brächte: Einem Durchschnittspensionisten mit 1.200 Euro bringe diese ein Plus von 4,80 Euro brutto monatlich, lautet ihre Rechnung. Loacker hält dies für „vollkommen unverantwortlich, bezahlen dürfen das ganze nämlich die jungen Generationen, während die jetzigen Pensionistinnen und Pensionisten im Grunde nur verschaukelt werden“.

„Wer glaubt mit einmaligen Wahlzuckerl die soziale Absicherung von Pensionistinnen und Pensionisten nachhaltig zu verbessern, hat offensichtlich Probleme mit den Grundrechenarten“, kritisiert Loacker. SPÖ und ÖVP übten sich „in erbärmlichem Populismus statt in verantwortungsvoller Politik“. Die NEOS wollen „bei diesem Populismus“ nicht mitmachen und pochen weiter auf eine umfassende Pensionsreform.

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~ WEB www.neos.eu ~ APA021 2017-08-19/07:00


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