Vater von zwei mutmaßlichen Attentätern in Spanien „unter Schock“

Barcelona/Rabat (APA/AFP) - Der Vater von zwei der mutmaßlichen Attentäter in Spanien hat schockiert auf die Nachricht reagiert. Er habe von...

Barcelona/Rabat (APA/AFP) - Der Vater von zwei der mutmaßlichen Attentäter in Spanien hat schockiert auf die Nachricht reagiert. Er habe von der Polizei erfahren, dass sein 17-jähriger Sohn Moussa nach dem Anschlag in Cambrils getötet worden sei, sagte Said Oukabir am Freitag in seinem marokkanischen Heimatdorf Melouiya der Nachrichtenagentur AFP. Nun stehe er „unter Schock“, sagte der Vater unter Tränen.

Über seinen 27-jährigen Sohn Driss, der mit drei weiteren Verdächtigen in der nordostspanischen Stadt Ripoll festgenommen wurde, sagte Said Oukabir, er hoffe, dass dieser sich als unschuldig erweise.

Nach Angaben des Vaters lebt die Mutter der beiden jungen Männer in Ripoll. Ihr habe die spanische Polizei die Nachricht von Moussas Tod überbracht. Said Oukabir lebt in Melouiya, einem Dorf in einer armen ländlichen Region im Atlas-Gebirge im Zentrum Marokkos. Verwandte, Nachbarn und Freunde versammelten sich am Freitag im Haus des Vaters, um ihn zu trösten.

Am Donnerstag war auf dem populären Boulevard La Rambla in Barcelona ein weißer Lieferwagen in die Menge gerast. Dabei starben 13 Menschen. Im rund hundert Kilometer weiter südlich gelegenen Cambrils lenkten Angreifer in der Nacht zu Freitag einen Pkw in eine Gruppe von Passanten, eine Frau starb. Zu der Tat in Barcelona bekannte sich die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS).

Bei den beiden Anschlägen wurden insgesamt fast 120 Menschen aus mindestens 35 Ländern verletzt, darunter eine Österreicherin. 17 der Verletzten schwebten am Freitag noch in Lebensgefahr.


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