Fünfte Symphonie brachte Florianer Brucknertage zum Höhepunkt

St. Florian bei Linz (APA) - Mit der Aufführung der 5. Sinfonie von Anton Bruckner am Freitagabend in der Stiftsbasilika von St. Florian bei...

St. Florian bei Linz (APA) - Mit der Aufführung der 5. Sinfonie von Anton Bruckner am Freitagabend in der Stiftsbasilika von St. Florian bei Linz haben die diesjährigen St. Florianer Brucknertage ihren Höhepunkt erlebt. Das mit Profis verstärkte Altomonte Orchester unter Dirigent Remy Ballot meisterte die akustische Herausforderung der Basilika bravourös.

Ballot deshalb aber gleich - laut Programmheft - als „Klangmagier“ zu bezeichnen, den ein „Mythos umweht“, scheint doch zu dick aufgetragen. Wie schon in den vergangenen Jahren leitete der 40-jährige Franzose das heimische Altomonte Orchester. Dass diese 5. Sinfonie erst vor einem Monat am gleichen Ort von den Bamberger Symphonikern unter Herbert Blomstedt (90) eine über die Saison hinausreichende denkwürdige Wiedergabe erlebt hat, schmälerte den Erfolg bei den Brucknertagen keinesfalls. Remy Ballot wurde als Jugendlicher vom greisen Sergiu Celibidache für Anton Bruckner infiziert und folgt beharrlich den damaligen Interpretationen seines Mentors.

Neben all den Bruckner-Deutungen der Gegenwart darf auch dieser Standpunkt Platz haben. Ballot leitete die Wiedergabe in guter Kapellmeister-Art. Das Altomonte Orchester bot eine solide, ja respektable Leistung, in der besonders die strahlenden Bläser ihre Chancen nützten. Während der Dirigent die von Bruckner komponierten Pausen, etwa am Beginn des Finales, extrem auskostete, ließ das Publikum dem Schlussakkord dieser 90-Minuten-Aufführung keine Chance zum Verklingen, sondern brach sofort in lautstarken Jubel aus.

(S E R V I C E - www.brucknertage.at)


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