Tanjug kann weiterhin mit Geldern aus der Staatskasse rechnen

Belgrad (APA) - Knapp zwei Jahre nach dem offiziellen Aus für die einstige jugoslawische bzw. serbische Presseagentur Tanjug kann diese laut...

Belgrad (APA) - Knapp zwei Jahre nach dem offiziellen Aus für die einstige jugoslawische bzw. serbische Presseagentur Tanjug kann diese laut der Tageszeitung „Danas“ weiterhin mit Geldern aus der Staatskasse rechnen. Wie das Blatt berichtete, habe das Ministerium für Staatsverwaltung im Juni eine Vereinbarung mit Tanjug erzielt, die der Presseagentur 1,9 Mio. Dinar (rund 16.000 Euro) sicherte.

Die Presseagentur hatte sich demnach verpflichtet, dem Ministerium, damals von der derzeitigen Ministerpräsidentin Ana Brnabic geleitet, für dessen Bedürfnisse binnen Jahresfrist jederzeit fünf Berichterstatter, drei Fotoreporter und drei Kameraleute zur Verfügung zu stellen.

Die Konkurrenz, die Presseagenturen Fonet und Beta, so „Danas“ am Samstag, habe für die Ausschreibung des Ministeriums erst dieser Tage durch das Internetportal Cenzolovka erfahren, das sich mit Korruptionsermittlungen befasst.

Serbiens Regierung hatte im November 2015 beschlossen, die Finanzierung für die traditionsreiche Agentur einzustellen. Zuvor waren zwei Privatisierungsversuche für die im Zweiten Weltkrieg gegründete Agentur gescheitert. Der Personalstand des Unternehmens wurde auf etwa 90 Mitarbeiter halbiert, die Agentur setzte ihre Arbeit fort. Die Finanzierungsquellen sind seitdem unbekannt.

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