Monopolkommission gegen Bevorzugung der Lufthansa bei Air Berlin

Berlin/Schwechat (APA/Reuters) - Der Vorsitzende der deutschen Monopolkommission, Achim Wambach, hat sich gegen eine politisch motivierte Be...

Berlin/Schwechat (APA/Reuters) - Der Vorsitzende der deutschen Monopolkommission, Achim Wambach, hat sich gegen eine politisch motivierte Bevorzugung der Lufthansa bei der Verwertung von Flugrechten und Vermögensbestandteilen der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin ausgesprochen.

Es sei zwar zu begrüßen, wenn die Lufthansa ihren Marktanteil in der internationalen Luftfahrt ausbaue, sagte Wambach der „Welt am Sonntag“ (WamS). „Es überzeugt aber nicht, wenn dies dadurch erfolgen sollte, dass auf Wettbewerb auf deutschen Flugstrecken verzichtet würde.“

Damit widersprach Wambach dem deutschen Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), der eine starke nationale Fluggesellschaft favorisiert. „Wir brauchen einen deutschen Champion im internationalen Luftverkehr“, hatte Dobrindt laut WamS gefordert. Deshalb sei es dringend geboten, dass Lufthansa wesentliche Teile von Air Berlin übernehmen könne. Dabei dürfe die Verhinderung regionaler Monopole keine entscheidende Rolle spielen.

Die Monopolkommission ist ein Gremium unabhängiger Fachleute, das die Bundesregierung in Wettbewerbsfrage berät.

~ ISIN GB00B128C026 WEB http://www.airberlin.com

http://www.flyniki.com ~ APA141 2017-08-19/13:49


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