Schlierenzauer: „Jetzt geht es Schlag auf Schlag“

Bei den Continentalcup-Bewerben in Stams treffen in diesem Sommer erstmals alle ÖSV-Skisprung-Asse im Wettkampf aufeinander.

Wieder einmal wird Stams zum Mittelpunkt für Gregor Schlierenzauer. In seiner Skisprung-Wiege versucht er wieder zur alten Stärke zu finden. Das möchte er heute und morgen im Wettkampf ebendort zeigen.
© gepa

Von Susann Frank

Stams –Aufgrund des immer gedrängteren Winterterminkalenders können sich die Tiroler Skisprung-Fans auf ein besonderes Schmankerl im Sommer freuen: Bei den Continentalcup-Bewerben in Stams heute und morgen landet die gesamte ÖSV-Elite um Weltcup-Rekordgewinner Gregor Schlierenzauer und Doppelweltmeister Stefan Kraft auf den Matten der Brunnentalschanze.

Bisher fanden die Sommerbewerbe (Grand Prix, erste Liga) kaum Beachtung in der Nationalmannschaft – im Gegensatz zu früheren Saisonen. „Weil der Kalender im Winter immer ärger wird und wir immer mehr auf die Regeneration achten müssen“, erklärte Cheftrainer Heinz Kuttin.

Seit Mittwoch weilt der 46-Jährige mit der Mannschaft auf Trainingskurs in der Leutasch. Für ihn sind die zwei Wettkämpfe nach den individuellen Urlaubsphasen ein guter Zeitpunkt, um einmal alle gemeinsam bei einer Standortbestimmung zu sehen. Gestern zog auch noch die Trainingsgruppe zwei um Trainer Florian Liegl und Stefan Kaiser ins Hotel mit ein.

Schlierenzauer bezeichnet die Wettkämpfe nach seiner Vorbereitung mit dem Stamser Nachwuchs um Trainer Christoph Strickner sogar als „internen Saisonstart Richtung Winter. Jetzt geht es Schlag auf Schlag.“ Für den 27-Jährigen ist es nach einem schwierigen und lehrreichen Winter und Sommer ohne Verletzung eine interessante Leistungsorientierung. „Ich bin gespannt, wo ich umgehe“, sagte der Fulpmer: „Die Konkurrenz ist bei dem Springen ja auch nicht einfach.“

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Neben dem teaminternen Abräumer der Saison 2017 Kraft (auch Gesamtweltcup-Sieger) befinden sich bei den 70 Startern aus 15 Nationen unter anderem noch Sloweniens „Wunderkind“ Domen Prevc und Deutschlands fünffacher Weltcup-Sieger Richard Freitag. „Ich freue mich, mal wieder zu matchen“, sagte Kraft. Der 24-Jährige betonte zudem, gut trainiert zu haben und deswegen schon auf einen Stockerlplatz in Stams zu hoffen – mit möglichst vielen Zuschauern.

Darüber würden sich der Salzburger, der Tiroler und ihre zehn österreichischen Kollegen besonders freuen.

Eine Begründung, warum die Fans gerade zum Sommerspringen kommen sollten, lieferten die zwei Skisprung-Aushängeschilder auch gleich mit: „Weil der Zugang zu den Athleten viel lockerer als im Winter ist“, betonten beide unisono. Für Autogrammeschreiben und Selfies mit den Fans ist bei den Mattenspringen viel mehr Zeit. Schlierenzauer fügte scherzend hinzu: „Es ist ja auch nicht so kalt wie im Winter.“


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