Für Tirols Polizei wird mehr Personal gefordert

Innsbruck – Die im Vorjahr geleisteten 408.000 Überstunden der rund 2000 Tiroler Polizisten alarmierten gestern die Politik. SPÖ, FPÖ und Gr...

Symbolfoto.
© thomas boehm

Innsbruck –Die im Vorjahr geleisteten 408.000 Überstunden der rund 2000 Tiroler Polizisten alarmierten gestern die Politik. SPÖ, FPÖ und Grüne forderten endlich Maßnahmen gegen die personelle Unterbesetzung der Exekutive. SPÖ-Sicherheitssprecher LA Klaus Gasteiger appelliert an Innenminister Wolfgang Sobotka (VP), die bestehenden Lücken bei den Polizeistellen schnellstmöglich zu schließen: „Unsere Polizei leistet gute Arbeit. Das Innenministerium muss aber endlich für die notwendige Unterstützung sorgen und den Personalbedarf decken, anstatt die Polizei auszuhungern.“ Er erinnert daran, dass die ÖVP seit mehr als 17 Jahren den Innenminister stelle und deshalb die Verantwortung trage.

FPÖ-Chef Markus Abwerzger verweist darauf, dass die Freiheitlichen bereits im März im Tiroler Landtag einen Antrag eingebracht und mehr Personal für die Polizei gefordert hätten. „So schaut in Wahrheit die sicherheitspolitische Kompetenz der ÖVP aus. Anstatt die Beamten zu unterstützen, lässt sie wichtige sicherheitspolitische Maßnahmen im Landtag auf der langen Bank liegen.“

Massive Kritik kommt auch von den Grünen: Im Ankündigen seien Schwarz und Rot weltmeisterlich, im Rahmenbedingungen-Schaffen jedoch leider abstiegsreif, findet NR Berivan Aslan. Sie plädiert für ausreichend personelle Ressourcen, gut ausgebildete und ausgestattete Exekutivbeamte. Aslan wirft der Regierung auch ein gefährliches Spiel mit der Gesundheit der Polizisten und „unserer Sicherheit“ vor. (pn)


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