Montenegro will auch nach EU-Beitritt Euro als Währung behalten

Podgorica (APA) - Montenegro wird sich in den laufenden EU-Beitrittsgesprächen um die Beibehaltung des Euro als Landeswährung bemühen. Bei e...

Podgorica (APA) - Montenegro wird sich in den laufenden EU-Beitrittsgesprächen um die Beibehaltung des Euro als Landeswährung bemühen. Bei einer entsprechenden Anpassung der Maastricht-Kriterien - etwa jenes betreffend des Wechselkurses - wäre das möglich, sagte Notenbank-Vizepräsidentin Milica Kilibarda laut einem Bericht des staatlichen TV-Senders RTCG.

Man hoffe, dass dieses Kriterium durch ein anderes ersetzt werde, das Montenegro erfüllen könnte, erläuterte Kilibarda. Die Regierung in Podgorica erwartet, dass Brüssel vor Jahresende das Beitrittskapitel 17 - Wirtschafts- und Währungspolitik - öffnen könnte.

Montenegro hatte zuvor gewarnt, dass eine Aufgabe des Euro die Inflation in Montenegro anheizen und zu einer Zunahme der Schattenwirtschaft führen würde, aber auch einen Rückgang der ausländischen Direktinvestitionen zur Folge hätte.

Der Adriastaat hatte im Jahr 2002 einseitig den Euro als Landeswährung eingeführt. Die EU-Währung ist auch im benachbarten Kosovo, einem weiteren Nicht-EU-Staat, als Zahlungsmittel im Umlauf. Brüssel führt seit Ende 2012 Beitrittsgespräche mit Montenegro.


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