Frankfurter Rentenmarkt tendiert mit Verlusten

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Dienstag zur Kasse schwächer tendiert. Die Umlaufrendite stieg von 0,13 P...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Dienstag zur Kasse schwächer tendiert. Die Umlaufrendite stieg von 0,13 Prozent am Vortag auf 0,15 Prozent, wie die Deutsche Bundesbank in Frankfurt mitteilte.

Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben an ihre Vortagesverluste angeknüpft. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel gegen Mittag um 0,25 Prozent auf 162,31 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg auf 0,36 Prozent. Auch in den meisten anderen Ländern des Währungsraums legten die Renditen zu.

Am Markt wurden die Kursverluste zum einen mit dem nachlassenden Sturm Irma begründet, der seit dem Wochenende vor allem im US-Bundesstaat Florida wütet. Zudem wurde die geringere Nachfrage nach sicheren Schuldtiteln mit der Erleichterung über den einstimmigen UN-Beschluss begründet, gegen Nordkorea neue Sanktionen zu verhängen. Im Vorfeld der Abstimmung war nicht klar gewesen, wie sich China, die Schutzmacht Nordkoreas, und Russland verhalten werden.

Außerhalb der Eurozone legten in Großbritannien die Renditen besonders deutlich zu. Die Inflation ist im August stärker gestiegen als erwartet. Die Jahresrate lag mit 2,9 Prozent deutlich über dem Zielwert der Bank of England von 2,0 Prozent. Das schwache Pfund treibt die Preise. Leitzinserhöhungen dürften zunächst allerdings noch nicht auf der Tagesordnung stehen, da die Wirtschaft schwächelt. Die Rendite für zehnjährige britische Staatsanleihen stieg um drei Basispunkte auf 1,07 Prozent.

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Der Rentenindex Rex fiel um 0,12 Prozent auf 141,86 Punkte. Diesen Index berechnet die Deutsche Börse auf Basis der Kassakurse ausgesuchter Anleihen.


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