Europas Leitbörsen dürften zur Eröffnung Verschnaufpause einlegen

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Leitbörsen dürften am Mittwoch eine Verschnaufpause einlegen. So wird der Eurozonen-Leiti...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Leitbörsen dürften am Mittwoch eine Verschnaufpause einlegen. So wird der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 mit einem leichten Abschlag von 0,09 Prozent erwartet. An der Wall Street war der US-Aktienindex S&P 500 am Vorabend auf ein Rekordhoch gestiegen. Doch die Impulsgeber für die hiesigen Aktienmärkte sind zur Wochenmitte recht dünn gesät.

Gut eine Stunde vor der Eröffnung stand der X-DAX als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex um 0,19 Prozent tiefer bei 12.501 Punkten. Auch der FTSE-100 in London dürfte um 0,21 Prozent schwächer eröffnen.

Bisher hatte sich der für gewöhnlich eher schwache September noch von seiner guten Seite gezeigt. Der DAX hatte in den vergangenen fünf Tagen um 3,3 Prozent zugelegt auf den höchsten Schlussstand seit Mitte Juli.

Auf der Konjunkturseite stehen einige wichtige Daten an, die Hinweise auf die Geldpolitik der Notenbanken geben könnten. So ist in Deutschland die Inflation auf Verbraucherebene den dritten Monat in Folge gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lagen die Verbraucherpreise im August 1,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Die Statistiker bestätigten damit eine erste Schätzung.

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In den USA stehen die Erzeugerpreise auf dem Programm. Beobachter erwarten einen deutlichen Anstieg. Ob das die Investoren dazu bewegen werde, wieder frühere Leitzinsanhebungen einzupreisen, sei noch nicht zu erwarten, schrieb Michael Gojny von der National-Bank in einem Kommentar.

Nach Einschätzung von Michael Hewson von CMC Markets könnten die US-Daten bei einem deutlichen Anstieg aber die jüngste Erholung beim Dollar befeuern. Ein zum Dollar schwächerer Euro dürfte tendenziell stützend für europäische Aktien wirken. Dies erleichtert heimischen Firmen den Export. In den vergangenen Tagen seien die Zinserwartungen für den Dollar-Raum an den Märkten kräftig gestiegen, ergänzte Hewson.

Auf Unternehmensseite dürften sich die jüngsten Meldungen aus dem Hause Bayer auswirken. Der Konzern hat weitere Aktien der Kunststoff-Beteiligung Covestro verkauft - und zwar 9,4 Prozent für 63,25 Euro das Stück.

Covestro-Papiere kamen deshalb vorbörslich kräftig unter Druck. Auf der Handelsplattform Tradegate gaben sie um mehr als zweieinhalb Prozent gegenüber dem Xetra-Schlusskurs auf zuletzt 64 Euro nach. Die Analysten von Evercore ISI hoben gleichzeitig ihre Empfehlung für Covestro um zwei Stufen an und empfehlen das Papier nun zum Kauf.

Aktien des Pharma- und Spezialchemiekonzerns Merck schossen vorbörslich nach einer frischen Kaufempfehlung durch die Privatbank Berenberg mit mehr als 1 Prozent an die DAX-Spitze.

Im TecDAX rutschten dagegen die Papiere des Chipherstellers Dialog um fast 3 Prozent ab. Der Apple-Zulieferer geriet damit in den Sog der vorabendlichen Kursverluste beim iPhone-Hersteller. Dessen Präsentation des iPhone X und anderer neuer Produkte hatte die Anleger an der Wall Street nicht vom Hocker gerissen. Dialog sei enorm abhängig von der iPhone-Nachfrage, da das Unternehmen schätzungsweise 75 Prozent seiner Umsätze im Geschäft mit Apple mache, schrieben die Experten von RBC.

Einen Blick wert könnten Alstria Office sein. Der Immobilienkonzern verkaufte Bestände aus seinem nicht zum Kerngeschäft gehörenden Portfolio.

Daneben dürften die Anleger weiter auf Nachrichten rund um die Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt sowie auf Air Berlin achten. Der insolvente Ferienflieger musste wegen Krankmeldungen zahlreicher Piloten am Mittwoch zunächst 32 Flüge streichen.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA069 2017-09-13/08:32


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