Europas Leitbörsen zur Eröffnung mit leichten Abschlägen

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Donnerstagvormittag mit leicht negativer Tendenz gezeigt. Der Euro-Stoxx-50...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Donnerstagvormittag mit leicht negativer Tendenz gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.00 Uhr mit minus 0,25 Prozent oder 8,70 Punkte bei 3.514,44 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,27 Prozent oder 33,52 Zähler auf 12.520,05 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,12 Prozent oder 8,92 Einheiten auf 7.370,78 Punkte.

In den Fokus der Investoren dürfte zum einen die Zinsentscheidung in Großbritannien rücken. Zum anderen wird im Vorfeld der FOMC-Sitzung der US-Notenbank in der nächsten Woche insbesondere auf die Preisentwicklung in den USA geblickt.

Unter den um 14.30 Uhr anstehenden Verbraucherpreisen zieht die Federal Reserve üblicherweise die Kerninflation her, um Entscheidungen bezüglich des Zinssatzes zu treffen. Zu einem Zinsschritt meinten Analysten der Helaba in einem Kommentar, dass ein Pausieren des Zinszyklus aufgrund moderater Preisentwicklungen unterstützt sei. „Es gilt aber zu beachten, dass die Perspektiven für eine mittelfristig erhöhte Kernrate bestehen bleiben und somit die Wiederaufnahme von Zinserhöhungen im Jahr 2018 wahrscheinlich sind“, erklärten die Experten weiter.

Im Branchenvergleich präsentierten sich Rohstoffwerte und Versorger mit Abschlägen im Feld der Verlierer. Am anderen Ende der Kurstafel rangierten Automobilhersteller und Zulieferer.

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Unter den Einzelwerten sprangen die in London notierten Wertpapiere von Next um 10,10 Prozent nach oben. Das Unternehmen hatte zuvor nach Vorlage eines Zwischenberichts seine Umsatz- und Gewinnprognosen leicht nach oben geschraubt.

Die Wertpapiere des Rückversicherers Munich Re erholten sich nach einem anfänglichen Kursminus von einem Prozent auf leichte plus 0,06 Prozent. Die Münchner hatten am Vorabend erklärt, dass wegen hoher Schäden der Wirbelstürme „Harvey“ und „Irma“ das Jahresziel eines Gewinns von 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro verfehlt werden könnte. Die französische Großbank Societe Generale strich daraufhin ihre Kaufempfehlung.

Mit einem Kurssprung von mehr als 15 Prozent präsentierten sich die Titel der Fluglinie Air Berlin. Zuvor wurde bekannt, dass gemeinsam mit dem britischen Reiseveranstalter Thomas Cook und dessen Ferienfluggesellschaft Condor, der Unternehmer und Ex-Formel-1-Weltmeister Niki Lauda 100 Mio. Euro für Teile der angeschlagenen Fluggesellschaft bieten möchte.

Ferner dürfte sich der Flugbetrieb bei Air Berlin wieder normalisieren. Man habe die begründete Hoffnung, dass heute ein normaler Tag werde, sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft. Weil etliche Piloten sich krankgemeldet hatten, waren am Dienstag und Mittwoch rund 200 Flüge ausgefallen.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA115 2017-09-14/10:06


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