Prager Bahnhof: Grandi Stazioni will Schadenersatz von 46 Mio. Euro

Rom/Prag (APA) - Ein millionenschwerer Investitionsstreit um den Prager Hauptbahnhof eskaliert. Das italienische Unternehmen Grandi Stazioni...

Rom/Prag (APA) - Ein millionenschwerer Investitionsstreit um den Prager Hauptbahnhof eskaliert. Das italienische Unternehmen Grandi Stazioni mit Sitz in Rom fordert vom Finanzministerium in Prag und der tschechischen Bahngesellschaft eine Entschädigung in Höhe von 46 Mio. Euro, berichteten italienische Medien am Donnerstag.

Grandi Stazioni hatte vor 13 Jahren den Betrieb des Bahnhofs übernommen und ihn zum Einkaufszentrum ausgebaut. Im Oktober hatte der tschechische Verkehrsminister Dan Tok die Schlüssel des Bahnhofs symbolisch wieder an sich genommen. Prag wirft den Italienern vor, den historischen Gebäudekomplex nicht wie vertraglich vereinbart vollumfänglich restauriert zu haben. Grandi Stazioni hatte um zwei weitere Jahre für die Restaurierung der Fassade des Bahnhofs gebeten.

Das tschechische Finanzministerium will die Entschädigungsforderung ablehnen. Erwartet wird, dass Grandi Stazioni ein internationales Verfahren vor einem Schiedsgericht gegen Prag starten wird.

Ursprünglich war vorgesehen, den Vertrag um 30 Jahre zu verlängern. Durch den Bahnhof strömen täglich rund 90.000 Fahrgäste. Er wurde in den Jahren 1901-1909 im Jugendstil errichtet und in den 1970er-Jahren um eine moderne Empfangshalle erweitert.

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