Eingangsportal zum König

Der neue „Glocknerwinkel“ in Kals bietet einen würdigen Einstieg zum Großglockner, dem höchsten Berg Österreichs, und zum Nationalpark Hohe Tauern.

© Oblasser

Von Catharina Oblasser

Kals a. Gr. –Der Großglockner, der höchste Berg Österreichs, hat nun in Kals ein Eingangsportal, das des Königs würdig ist: das neu gestaltete Areal „Glocknerwinkel“, das zugleich die Schönheiten des Nationalparks Hohe Tauern präsentiert.

Die Zugänge für Wanderer, Bergsteiger, Autos, Busse und Menschen, die bloß einen ersten Blick von unten auf den Glockner erhaschen wollen, wurden auf dem neuen Areal beim Lucknerhaus entflochten, die Parkplätze neu angelegt, ein Servicegebäude mit Feldstecher-Verleih und Sanitärräumen errichtet. Das ist wichtig: Schließlich kommen pro Jahr bis zu 80.000 Besucher über die Kalser Glocknerstraße zum Lucknerhaus.

Herzstück des Areals ist das Glocknerpanorama mit Aussichtsterrasse. Das schlichte Holz-Beton-Gebäude informiert über den Glockner und die Mythen rund um ihn sowie über die „großen fünf“– Steinadler, Steinbock, Bartgeier, Murmeltier und Gämse –, die man mit etwas Glück im Nationalpark Hohe Tauern in natura sehen kann. Das gesamte Projekt kostete 1,4 Millionen Euro, finanziert wurde es aus Nationalpark- und EU-Mitteln. Auch die Gemeinde Kals leistete einen Anteil.

Am Freitagnachmittag wurde der Glocknerwinkel im Beisein von Minister Andrä Rupprechter und Landeshauptmann Günther Platter eröffnet. Zugleich fand der Festakt zum Jubiläum „25 Jahre Nationalpark Hohe Tauern in Tirol“ statt.

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Der Nationalpark Hohe Tauern stellt ein besonderes Naturjuwel im Alpenbogen dar – er ist nicht nur der größte Nationalpark in Mitteleuropa, sondern auch Österreichs ältester Nationalpark. Heute erstrecken sich 1856 Quadratkilometer Schutzgebiet mitten am Alpenhauptkamm über die drei Bundesländer Kärnten, Salzburg und Tirol und bilden einen Hochgebirgsnaturraum, der auch zukünftigen Generationen in seiner Ursprünglichkeit als Erholungs- und Erlebnisraum zur Verfügung stehen soll.

Minister Rupprechter war voll des Lobes über das schöne neu gestaltete Ambiente im Glocknerwinkel. „Und ich verspreche, dass ich die Einladung der Kalser Bergführer, mit ihnen den Glockner zu besteigen, bald annehmen werde.“ LH Platter hob den Wert des Nationalparks hervor. „Laut einer Studie ist der Park für 26 Prozent aller Touristen der Grund hierherzukommen. 50 Prozent nennen den Nationalpark als Mitgrund.“ Nationalparkdirektor Hermann Stotter, Leiter der Tiroler Nationalparkverwaltung seit der ersten Stunde, betont dabei die ständige Weiterentwicklung eines Nationalparks und die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Grundbesitzern und Akteuren in der Region.

Am gleichen Tag wurde in Kals Bartgeier „Lea“ freigelassen – nicht wie üblich ein Jungvogel, sondern ein verletzter und wieder gesund gepflegter Bartgeier, der ursprünglich 2015 in Kals am Großglockner angesiedelt wurde.


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