Eishockey: Owetschkin wütend über Olympia-Boykott der NHL

Pyeongchang/Washington (APA/dpa) - Eishockey-Superstar Alexander Owetschkin hat den Olympia-Boykott der NHL erneut scharf kritisiert. „Olymp...

Pyeongchang/Washington (APA/dpa) - Eishockey-Superstar Alexander Owetschkin hat den Olympia-Boykott der NHL erneut scharf kritisiert. „Olympia liegt in meinem Blut und jeder weiß, wie sehr ich mein Land liebe“, sagte der russische Stürmer der Washington Capitals in einer am Donnerstag (Ortszeit) verbreiteten Mitteilung. „Es ist Mist, dass wir nicht dabei sein und spielen können“, fügte Owetschkin hinzu.

Die NHL-Führung hatte im April entschieden, dass die Liga während der Winterspiele von 9. bis 25 Februar 2018 in Pyeongchang keine Pause macht und die Abstellung von Spielern untersagt. Owetschkin hatte mehrfach angekündigt, im kommenden Februar trotzdem nach Südkorea reisen und für Russland spielen zu wollen. Allerdings hat der Weltverband (IIHF) inzwischen offenbar der NHL zugesichert, dass kein Nationalteam aktuelle NHL-Spieler für Olympia nominieren werde.

Beginnend mit Nagano 1998 waren bei den vergangenen fünf Winterspielen stets die besten NHL-Profis für ihre Nationen auf dem Eis. „Seit ich ein Kind war und seit ich in der NHL spiele, waren immer NHL-Spieler bei Olympia. Wir mussten uns nie in meiner Karriere zwischen unseren Teams und unserem Land entscheiden“, sagte Owetschkin. Man dürfe die Profis nicht vor diese schwierige Wahl stellen. „NHL-Spieler bei Olympia sind gut für das Eishockey und gut für Olympia“, erklärte der 31-Jährige.

Der Torjäger geht in seine 13. NHL-Saison in Washington. Owetschkin war sechsmal der beste Saison-Torschütze der NHL.


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