Begegnungszone kommt in Etappen

Die Stadtgemeinde Landeck hat den Planungsauftrag vergeben. Das Projekt war jahrelang eine schwierige Geburt, doch die Ausschreibungen sollen im Winter und die Umsetzung im Frühjahr 2018 starten.

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Von Helmut Wenzel

Landeck –Jahrelang ist rund um das Stichwort Begegnungszone geredet worden, quer durch alle Gemeinderatsfraktionen, wirtschaftliche Interessengruppen und Anrainer. Nicht nur die Kaufleute mit Obmann Mathias Weinseisen sprachen von einer „unglaublichen Schwergeburt“ und machten Druck in Richtung Stadtpolitik.

Kommt der lange erwartete Innovationsschub für das Stadtzentrum von Landeck nächstes Jahr in die Umsetzungsphase? – Die Chancen dürften gestiegen sein. In der jüngsten Gemeinderatssitzung gab Ausschussobmann VBM Thomas Hittler bekannt, dass der Planungsauftrag an Georg und Andreas Pfenniger vergeben worden ist. „Die Dinge sind im Laufen“, hob Hittler hervor. Die Stadt hat das Projekt 2016 und heuer jedenfalls mit je 350.000 Euro budgetiert.

Mehrfach liegen Entwürfe und Skizzen vor, die Liste der Ideen ist lang. Architekt Harald Kröpfl etwa hatte voriges Jahr Visualisierungen im Auftrag der Kaufleute ausgearbeitet. Auch Planer Andreas Pfenniger, bis 2016 Mitglied des Gemeinderates, hat diverse Vorleistungen vorgelegt. „Diesen Winter möchten wir die Ausschreibungen unter Dach und Fach haben, damit wir im Frühjahr in die Umsetzungsphase kommen“, sagte er auf TT-Anfrage am Montag. Um das Geschäftsleben möglichst wenig zu beeinträchtigen, werde es – in Absprache mit den Anrainern – mehrere Bauetappen geben.

Auch der geplante Talkessel-Radweg tangiert die Begegnungszone. Dieser soll als Teil des überregionalen Via-Claudia-Radweges durch die Malserstraße führen. „Wir möchten, dass möglichst viele Radtouristen unsere Stadt kennen lernen“, hob TVB-Geschäftsführerin Simone Zangerl hervor. Offen sei, ob es eine eigene Radspur durch das Stadtzentrum geben wird, oder ob man darauf verzichte. „Grundsätzlich können Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer die Begegnungszone bei gegenseitiger Rücksichtnahme gleichrangig nutzen“, erläutert Pfenniger. Auch das Thema barrierefreier Raum habe einen hohen Stellenwert. Dazu ist, so Pfenniger, ein Lokalaugenschein mit Expertin Sandra Careccia vom Landecker Regionalmanagement regioL vorgesehen. Zudem soll ein Blindenleitsystem realisiert werden.

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Infos zum Anforderungsprofil an die Planer sind auf der Homepage der Stadt zu finden. Der Bogen reicht von Stromtankstellen über Stadtmöbel und „Angedair-Lift“ bis hin zum digitalen Parkleitsystem, Bepflanzung oder Hundestationen. Internet: www.landeck.tirol.gv.at.


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