Tirol an Österreichs Spitze bei Wachstum und neuen Jobs

Im Bundesländervergleich schneidet Tirol bei wichtigen Kennzahlen sehr gut ab.

Symbolfoto.
© Thomas Böhm / TT

Innsbruck –Erst letzte Woche hat der Hauptverband der Sozialversicherungsträger die Einkommenszahlen für 2016 veröffentlicht – mit einem für Tirol wie schon in den Vorjahren nur unrühmlichen achten und vorletzten Platz. Der Spitzenreiter Vorarlberg lag demnach um monatlich 260 Euro brutto weit vor Tirol (2648 gegenüber 2388 Euro).

Bei anderen wirtschaftlichen Kennzahlen wie der Wirtschaftsentwicklung sowie dem Arbeitsmarkt liegt Tirol indes weit besser: Laut einem gestern von der Wirtschaftskammer publizierten Vergleich ist Tirol gleichauf mit Vorarlberg sogar der Wachstums-Primus in Österreich. Seit dem Jahr 2000 bis 2015 hat ich das regionale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um kumulierte 72,4 Prozent von 17,84 auf 30,76 Mrd. Euro erhöht. Dahinter folgten Oberösterreich (plus 68,3 Prozent) und das Burgenland (plus 67,1 Prozent), das auch dank EU-Förderungen wirtschaftlich aufholt. Der Österreich-Wachstumsschnitt lag bei plus 63 Prozent, Schlusslichter waren Wien (plus 55,3 Prozent) und Kärnten (plus 53,5 Prozent).

Das regionale BIP je Einwohner erhöhte sich von 2000 bis 2015 um fast 58 Prozent von 26.000 auf 42.000 Euro. Hier liegt Tirol (das ein relativ starkes Bevölkerungswachstum hatte) nicht weit hinter Spitzenreiter Steiermark (plus 60,2 Prozent), aber weit vor Schlusslicht Wien (plus 32,9 Prozent). Mit den 42.000 Euro pro Kopf ist Tirol Vierter, Spitzenreiter blieb trotz der mageren Entwicklung Wien mit 47.700 Euro.

Auch auf dem Arbeitsmarkt hatte Tirol, das seit über einem Jahr den größten Arbeitslosen-Rückgang verzeichnet, demnach eine sehr dynamische Entwicklung. Die Zahl der Beschäftigten stieg von 2000 bis 2016 um 23,3 Prozent, nur das Burgenland mit plus 25,8 Prozent hatte seither noch den größeren Zuwachs. Mit einem Anteil von fast 20 Prozent liegt Tirol auf Platz 5 bei der Ausländerbeschäftigung, in Front ist Wien mit über 25 Prozent.

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Im Vorjahr gab es in Tirol mit 281 Pleiten einen Rückgang um 22,6 Prozent, nur Vorarlberg und Oberösterreich hatten noch ein etwas größeres Minus.

Die Zahl der aktiven Wirtschaftskammer-Mitglieder hat sich seit dem Jahr 2000 in Tirol von 29.200 auf fast 43.800 erhöht, eine geringere Zunahme hatten allerdings nur Vorarlberg und Salzburg. Im Vorjahr gab es in Tirol 2766 Unternehmens-Neugründungen, bundesweit waren es fast 41.000 Gründungen. (va)


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