Vergewaltigungsvorwürfe: Ehefrau trennt sich von Filmmogul Weinstein

Hollywood (APA/AFP/dpa) - Die Ehefrau des jetzt auch unter Vergewaltigungsvorwürfen stehenden Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein hat sic...

Hollywood (APA/AFP/dpa) - Die Ehefrau des jetzt auch unter Vergewaltigungsvorwürfen stehenden Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein hat sich von ihrem Mann getrennt. Eine entsprechende Erklärung gab Georgina Chapman am Dienstagabend (Ortszeit) gegenüber dem Magazin „People“ ab. Das Magazin „New Yorker“ hatte zuvor berichtet, drei Frauen beschuldigten den 65-Jährigen der Vergewaltigung.

In den vergangenen Tagen war Weinstein bereits der sexuellen Belästigung beschuldigt worden, woraufhin ihn sein eigenes Filmstudio gefeuert hatte. Zahlreiche Weggefährten wie Meryl Streep, George Clooney, Lena Dunham, Judi Dench, Kate Winslet, Mark Ruffalo und Christian Slater distanzierten sich von dem Filmmogul, während immer mehr Frauen von sexueller Belästigung und Nötigung berichteten. So sagte die Schauspielerin Gwyneth Paltrow der „New York Times“, Weinstein habe sie als 22-Jährige angefasst und massieren wollen. Sie habe sich aber geweigert.

Auch ihre Kollegin Angelina Jolie berichtete der Zeitung von einer „schlechten Erfahrung“ mit Weinstein in ihrer Jugend. „Als Ergebnis habe ich mich entschieden, nie wieder mit ihm zu arbeiten, und andere vor ihm zu warnen. Dieses Verhalten gegenüber Frauen ist in jeder Branche und in jedem Land inakzeptabel.“

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle zeigten sich „angewidert“ von dem Verhalten des Großspenders der Demokratischen Partei. „Jeder Mann, der Frauen in solcher Art erniedrigt und herabsetzt, muss verurteilt und zur Rechenschaft gezogen werden, unabhängig von seinem Reichtum oder Status“, erklärten die beiden. Zugleich lobten sie den Mut der Frauen, die mit ihren „schmerzhaften Geschichten“ an die Öffentlichkeit gegangen seien.

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Der Tycoon soll Frauen versprochen haben, ihnen im Gegenzug für sexuelle Gefälligkeiten bei ihrer Filmkarriere zu helfen. Unter den mutmaßlichen Opfern sind die bekannten Schauspielerinnen Ashley Judd und Rose McGowan. Manche Vorfälle reichen laut „New York Times“ fast drei Jahrzehnte zurück. Mit mindestens acht Frauen habe er sich außergerichtlich geeinigt.


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