Färöer machen jetzt mit ihrer Sprache Furore

Hey Google, warum übersetzt ihr eigentlich Amharisch (Äthiopien) oder Gujarati (Indien), nicht aber Färöisch? Weil es von zu wenigen gesprochen wird. Egal, die Einwohner der Färöer Inseln haben die Übersetzung wortwörtlich selbst in die Hand genommen.

Wasserfall - Fossur [ˈfɔsːʊr]

So charmant übersetzt kein Programm der Welt eine Sprache. Ein junger Mann steht auf einer einsamen Straße, an deren Bankett drei Schafe weiden, und dreht ein Handyvideo von sich selbst, bei dem er in seiner Landessprache sagt: „Hier sind so viele Schafe.“ Er ist Teil eines landesweiten Protests der Färöer Inseln gegen Google, weil der Konzern bei seinem Übersetzungstool Färöisch nicht berücksichtigt. Knapp 80.000 Menschen sprechen die vom Altnordischen abstammende Sprache, zu wenig für Google. Mit „Faroe Island Translate“ hat die Inselgruppe im Nordatlantik dank der Hilfe von Hobby-Übersetzern dreifach Erfolg. Erstens macht es Spaß, wenn man auf der Seite deutsche Sätze oder Wörter eingibt, das an eine Gruppe freiwilliger Färinger weitergeleitet wird und die innerhalb von wenigen Minuten ein Video mit der Übersetzung zurückschicken. Alle Videos werden in einer Galerie angezeigt und können jederzeit aufgerufen werden.

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