Innsbruck

Causa Onay: Willi versucht zu schlichten

Mesut Onay bei seiner Pressekonferenz am Montag: Er bleibt als freier Mandatar im Gemeinderat.
© Foto Rudy De Moor

Der Gemeinderatsklub der Innsbrucker Grünen leitete Montagabend das Ausschlussverfahren gegen Mesut Onay ein.

Innsbruck — Wie umgehen mit dem Fall Onay? Das beschäftigt die Grünen auf Landes- wie Stadtebene nach wie vor. Der Innsbrucker Gemeinderatsklub hat sich jedenfalls in seiner Sitzung am Montagabend erneut festgelegt. Wohlgemerkt die amtierenden Mandatare, also jene, die auf der frisch gewählten grünen Liste für die Gemeinderatswahl im April 2018 weit hinten bzw. überhaupt nicht mehr aufscheinen. Fünf der „Alten" werden mit ihrer Unterschrift den offiziellen Ausschluss Mesut Onays BM Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) schriftlich mitteilen. Damit wird Onay zum „wilden" Mandatar. Weil er eben sein Gemeinderatsmandat weiter ausüben will.

Die „Grenzüberschreitung" 2005 gegenüber einer Frau hat er zugegeben, sagt aber auch, dass es keine weiteren Vorfälle gegeben habe. Der Klub hat Gegenteiliges angedeutet. Deshalb prüft Onay auch rechtliche Schritte. Ein offizielles Ausschlussverfahren wird nicht eingeleitet, mit den Unterschriften fände man das Auslangen, hieß es gestern aus dem Klub.

Seit Dienstag bemüht sich jedenfalls Bürgermeisterkandidat Georg Willi, dem Onay als interner Königsmacher gegenüber Vize-BM Sonja Pitscheider dienlich war, zu schlichten. Es soll auf mehreren Ebenen Gespräche geben. LHStv. Ingrid Felipe setzt auf Willi und hofft auf eine respektvolle Lösung. (mami, pn)

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