Innsbruck

LED-Umstellung für fünf Mio Euro: 10.000 neue Lichter für Innsbruck

Symbolfoto.
© IKB/Ascher

Bis 2020 tauscht Innsbruck 10.300 Lichtpunkte aus. Bislang wurden 6471 Lichtpunkte in der Landeshauptstadt ausgetauscht. 2018 folgen die Stadtteile Höttinger Au, Sieglanger und Mentlberg.

Innsbruck – Energieeinsparung ist die eine Seite, Kostenersparnis die andere. Und doch hat die flächendeckende Umstellung der öffentlichen Beleuchtung in Innsbruck auf moderne LED-Lichtpunkte noch andere Aspekte. Allen voran die Sicherheit, wie Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (FI) gestern im Rahmen einer Pressekonferenz hervorhob: „Wir bekommen immer wieder Anfragen für bestimmte Straßenzüge oder Parks.“ Mit LEDs sei eine bessere Ausleuchtung öffentlicher Plätze möglich als mit herkömmlichen Leuchtmitteln. Angst­räume könnten so reduziert werden. Aber auch die Verkehrssicherheit wird durch die Umstellung erhöht.

Pilotprojekt in der Anichstraße

Der große Vorteil dabei sei, so hieß es gestern seitens der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB), die mit der Umstellung beauftragt sind, dass der Straßenraum besser, zielgerichteter und blendungsfreier ausgeleuchtet werden kann. Ein spezielles Pilotprojekt sei hier die Anichstraße. Hier wurden 66 asymmetrisch strahlende LED-Leuchten mit einer Gesamtleistung von rund 4000 Watt jeweils auf den einzelnen Häuserfassaden montiert.

Das Umstellungsprogramm an sich läuft bereits seit dem Jahr 2015 und soll 2020 abgeschlossen sein. IKB-Vorstandsvorsitzender Harald Schneider sagte, dass bereits 60 Prozent der auszutauschenden 10.300 einzelnen Lichtpunkte auf LED umgestellt worden seien. 2018 sollen Gebiete in der Höttinger Au, am Sieglanger und am Mentlberg folgen.

In Summe sollen mit der Umrüstaktion 25 Prozent des Energieaufwandes für die öffentliche Beleuchtung eingespart werden. Eine abstrakte Zahl. Umgelegt auf Haushalte entspricht dies laut IKB in etwa dem jährlichen Stromverbrauch von 650 Haushalten. An die fünf Mio. Euro sind für die Umsetzung eingeplant. Zur Finanzierung wurde zwischen der Stadt und den IKB eine Jahrespauschale pro Lichtpunkt vereinbart, wie Vorstand Helmuth Müller sagt. Dieses Dienstleistungsangebot bieten die IKB auch anderen Gemeinden an. Radfeld, Trins, Gschnitz, Kaltenbach, Weer und Völs setzen ebenso bereits auf LED-Technik.

Ob auch die ÖBB mit dem Innsbrucker Hauptbahnhof auf LED umsteigen, können Schneider und Müller nicht sagen – rein optisch sei dies in den Nächten aber die größte Lichtquelle Innsbrucks.

Ein zusätzlicher Nutzen sei der Einsatz intelligenter Steuerelemente, sagen die IKB. Eine Technik, die laut Oppitz-Plörer künftig auch bei der neuen Rodelbahn am Patscherkofel zum Einsatz kommen wird. Denn diese soll auch mit einer Beleuchtung versehen werden. (mami)

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