Lebensraum unter Druck - Bericht über Zustand der Küsten vorgestellt

Berlin (APA/dpa) - Fischerei, Rohstoff-Förderung oder Gewässerverschmutzung - in vielen Regionen der Welt werden Küstengewässer wirtschaftli...

Berlin (APA/dpa) - Fischerei, Rohstoff-Förderung oder Gewässerverschmutzung - in vielen Regionen der Welt werden Küstengewässer wirtschaftlich intensiv genutzt und sind als Lebensraum zunehmend bedroht. Dies schreiben Experten verschiedener Fachrichtungen im fünften World Ocean Review (WOR), der am Donnerstagabend in Berlin vorgestellt wurde.

Die Küsten seien ein boomender Lebensraum. Und einer der zunehmend unter Druck steht, wie Professor Martin Visbeck, Sprecher des Kieler Exellenzclusters „Ozean der Zukunft“ sagt. Das Kieler Exellenzcluster ist ein Kooperationspartner des World Ocean Review. Vieles, was in dem mehr als 180 Seiten starken Bericht zusammengetragen wurde, ist nicht überraschend und neu. Aber es bietet umfassendes und allgemeinverständlich aufgeschriebenes Hintergrundwissen.

Demnach finden 90 Prozent der Fischerei in Küstengewässern statt, auch die Erdöl- und Erdgasförderung ist dem Bericht zufolge beachtlich, ebenso die Anzahl der Offshore-Windkraftanlagen. Zudem bringen die boomende Wirtschaft und immer mehr Menschen „ihren Müll, ungeklärte Abwässer und Düngemittel in die Ozeane ein“, heißt es in dem Report. Von Überflutung bedrohte Gebiete würden bebaut.

Inzwischen leben nach Schätzungen der Vereinten Nationen rund 2,8 Milliarden Menschen nicht mehr als 100 Kilometer vom Meer entfernt. Um den Lebensraum zu erhalten, schlagen die Wissenschafter vor, umfassende Managementpläne zu entwickeln.

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